einbürgern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungein-bür-gern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. jmdm. das Bürgerrecht, die Staatsangehörigkeit verleihen
    1. [bildlich] ...
  2. 2. ⟨etw. bürgert sich ein⟩ etw. findet Aufnahme und wird Gewohnheit
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdm. das Bürgerrecht, die Staatsangehörigkeit verleihen
Gegenwort zu ausbürgern
Beispiele:
er ist in A eingebürgert worden, hat sich in A eingebürgert
sein Kanzler übermittelte mir seine Zusage, mich einzubürgern [H. MannZeitalter468]
Auf deutscher Erde unwillkommen wagt's / Ein nördlich Volk sich bleibend einzubürgern [SchillerPiccolominiIV 4]
bildlich
Beispiele:
man hat versucht, das Tier auch bei uns einzubürgern
diese Wildart, Baumart ist aus dem Norden bei uns eingebürgert worden, bürgerte sich immer mehr bei uns ein
2.
etw. bürgert sich einetw. findet Aufnahme und wird Gewohnheit
Beispiele:
viele Worte fremder Abstammung bürgerten sich in der Zeit der Besatzung bei uns ein
die neue Industrie hat sich bei uns mehr und mehr, fest, nicht recht eingebürgert
das Kartenspiel, Glücksspiel, eine Sportart bürgerte sich ein
dieser Brauch hat sich einbürgern können
eine weithin eingebürgerte Sitte

Typische Verbindungen zu ›einbürgern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einbürgern‹.

Verwendungsbeispiele für ›einbürgern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Wort hat sich eingebürgert, wie man so sagt, und wo es bürgerlich zugeht, ist die Mehrheit zu Hause.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.1994
Bundesweit hat sich aber offenbar diese Praxis noch nicht eingebürgert.
Der Tagesspiegel, 30.09.2001
Sie werden lachen, gerade gestern habe ich mich hier einbürgern lassen.
Die Welt, 01.04.2000
Auch sie aber galten normalerweise als in einer Stadt eingebürgert.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 30
Da er sich nun aber schon mal am falschen Ort eingebürgert hat, wollen wir ihm seine erworbenen Rechte belassen.
Martin, Hans: Darf ich mir erlauben ...?, Stuttgart: Hädecke 1935, S. 32
Zitationshilfe
„einbürgern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einb%C3%BCrgern>, abgerufen am 07.04.2020.

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