einbläuen

GrammatikVerb
Worttrennungein-bläu-en (computergeneriert)
Wortzerlegungein-bläuen
Ungültige Schreibungeinbleuen
Rechtschreibregeln§ 16
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend jmdm. etw. mit viel Mühe, durch Schläge beibringen
Beispiele:
den Kindern waren nur trockene Geschichtsdaten eingebläut worden
jmdm. Vernunft, Einsicht einbläuen
jmdm. etw. kräftig, handgreiflich einbläuen
schließlich sagten wir alle im Chor den Fahneneid her, der uns in den letzten Wochen eingebleut worden war [RennAdel41]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bleuen · verbleuen · einbleuen · Bleuel · Pleuelstange
bleuen Vb. ‘schlagen’, ahd. bliuwan (8. Jh.), mhd. bliuwen, asächs. bleuwan, got. bliggwan ‘schlagen’, dazu auch mnl. nl. blouwen ‘Flachs brechen’, mundartlich ‘die Arme umeinander schlagen’. Jede weitere germ. und außergerm. Verwandtschaft bleibt unsicher, so daß ein Ansatz ie. *bheleu- ‘schlagen’ (Pokorny 1, 125) ungewiß ist und in dem Verb daher der bewahrte Rest eines vorie. Wortes vermutet wird (de Vries Nl. 67). Häufiger als das Simplex sind nhd. verbleuen Vb. ‘verprügeln’, ahd. firbliuwan (9. Jh.), mhd. verbliuwen, und einbleuen Vb. ‘durch Prügel beibringen’, übertragen ‘nachdrücklich einschärfen’ (16. Jh.), beide Verben in volksetymologischer Anlehnung an blau häufig in der Schreibung -bläuen Bleuel m. ‘hölzerner Schlegel’, ahd. bliuwil (9./10. Jh.), mhd. bliuwel ‘Mörserkeule, Stampfer’; einer Nebenform Pleuel folgt als Wort der modernen Technik Pleuelstange f. ‘Kolben-, Schubstange’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beibringen · ↗dozieren · ↗erklären · ↗lehren · ↗näherbringen · ↗unterrichten · ↗vermitteln  ●  ↗beibiegen  ugs., salopp · einbläuen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) (unmissverständlich) klarmachen · ↗einschärfen · ↗ermahnen  ●  einbläuen  ugs. · ↗eintrichtern  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Spieler Trainer bläuen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einbläuen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und man hat ihnen eingebläut, in keinem Fall einen zu erschießen.
Süddeutsche Zeitung, 22.06.2002
Genau wie in den Büchern, die im katholischen oder evangelischen Unterricht verwendet werden, bekommen die Kinder nichts eingebläut.
Die Zeit, 24.10.2008, Nr. 37
Drei ältere, respektlose Schwestern haben ihm früh eingebläut, sich nicht für den Mittelpunkt der Welt zu halten.
Die Welt, 05.10.2000
Doch wir lachten alle, als Sepp uns seine Siegesparole einbläuen wollte.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 250
Die sittliche Besserung wird mit Gesangbuchliedern und Bibelsprüchen auswendig gelernt und den schwachen Gedächtnissen eingebläut.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10089
Zitationshilfe
„einbläuen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einbläuen>, abgerufen am 21.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
einblättrig
einblätterig
Einblattdruck
Einblasung
Einbläser
Einblende
einblenden
Einblendung
einbleuen
Einblick