Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

eingefuchst

Grammatik Adjektiv
Worttrennung ein-ge-fuchst
GrundformFuchs2
Wortbildung  mit ›eingefuchst‹ als Grundform: einfuchsen
DWDS-Verweisartikel

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von einfuchsen

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fuchs2 · eingefuchst · einfuchsen
Fuchs2 m. ‘junger Student’, danach ‘noch nicht vollberechtigtes Mitglied einer Studentenverbindung’, zufrühest (nd.) Foss (16. Jh.), auch Feix (17. Jh.). Vergleichbar sind Feix ‘einfältiger Kerl, Stubenhocker’ (s. feixen), Fächs, Fex ‘Narr, Spaßvogel, Kretin’ (s. Fex; vgl. Hausveix, -fux ‘Stubenhocker’, 17. Jh.), die als Schmähwörter mit der (zumal studentensprachlich) für Personenbezeichnungen häufig verwendeten Gutturalverbindung -ks, -x umgebildet sind aus (auch in der Studentensprache üblichem) Feits ‘Neuling’, das seinerseits auf Feist ‘heimlicher Furz und dessen Verursacher’ (mhd. vīst, vist, nd. Fiest) beruht, also eine ähnliche Bedeutungsentwicklung wie Pimpf (s. d.) erfahren hat. Vgl. Rosenfeld in: PBB (H) 77 (1955) 246 ff. eingefuchst Adj. ‘mit den Aufgaben eines Fuchses vertraut gemacht’, daher ‘eingearbeitet, bewandert’ (19. Jh.), danach verbalisiert einfuchsen Vb. ‘durch Einübung, Einarbeitung auf etw. einstellen, vorbereiten’.
Zitationshilfe
„eingefuchst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eingefuchst>.

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