eingreifen

GrammatikVerb · griff ein, hat eingegriffen
Aussprache
Worttrennungein-grei-fen (computergeneriert)
Wortzerlegungein-greifen
Wortbildung mit ›eingreifen‹ als Erstglied: ↗Eingreiftruppe  ·  mit ›eingreifen‹ als Grundform: ↗Eingriff
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
in etw. greifen, fassen
Beispiele:
das kleinere Zahnrad greift in ein größeres, ins Getriebe ein
die Balken griffen ins Mauerwerk ein
2.
übertragen entscheidend handeln, einschreiten
Beispiele:
die Polizei, Behörde, Gewerkschaft müsste hier eingreifen
der Arzt musste eingreifen
die Truppe hat bei der Meuterei eingreifen müssen
in einen Streit, den Konflikt eingreifen
er griff leider nicht in die Geschehnisse ein
in die Diskussion, Verhandlung, in ein Gespräch eingreifen (= sich entscheidend beteiligen)
das Ereignis hatte ernstlich in sein Leben eingegriffen (= hatte es entscheidend beeinflußt)
die Menschheit bemüht sich immer wieder, in das Naturgeschehen einzugreifen
fördernd, hemmend, tatkräftig, energisch, ernsthaft, entschlossen, rasch, entscheidend, ordnend, rettend, zögernd, verfrüht, verspätet eingreifen
oft im Part. Präs.
eingreifendentscheidend
Beispiele:
etw. ist von eingreifender Wichtigkeit, Bedeutung
etw. hat eingreifende Folgen
das Ereignis war von tief eingreifender Wirkung auf sein Leben

Thesaurus

Synonymgruppe
eingreifen · ↗einrücken · in Eingriff bringen · ineinander greifen
Synonymgruppe
(ins Geschehen) eingreifen · ↗(sich) einmischen · ↗(sich) einschalten · ↗dazwischentreten · eingreifen · ↗einschreiten  ●  ↗intervenieren  Hauptform · ↗(sich) reinhängen  ugs. · ↗dazwischengehen  ugs.
Unterbegriffe
  • energisch dazwischengehen · entschieden einschreiten · hart durchgreifen · resolute Maßnahmen ergreifen · zu drastischen Maßnahmen greifen  ●  mit dem eisernen Besen auskehren  fig.
Assoziationen
Antonyme
  • eingreifen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bürgerkrieg Debatte Devisenmarkt Geschehen Gesetzgeber Grundrecht Kampf Konflikt Nato Notenbank Notfall Polizei Wahlkampf aktiv direkt erst greifen helfend jederzeit korrigierend massiv militärisch notfalls rechtzeitig regulierend schlichtend sofort steuernd tief vermittelnd

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eingreifen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber anders als all seine Kunden greift er nie ernsthaft ins alltägliche Geschehen ein.
Die Welt, 23.12.2004
Bisher hat er es jedoch nicht für opportun gehalten, einzugreifen.
Der Tagesspiegel, 15.02.2002
Tatsächlich aber griff die Politik wiederholt in den technischen Prozeß ein.
Ludwig, Karl-Heinz: Technik. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 878
Wiederum greift aber auch tierisches Leben allerwärts vermittelnd in pflanzliches Dasein ein.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 11
Wieweit seine alten Gegner in den Kampf eingriffen, wissen wir nicht.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23822
Zitationshilfe
„eingreifen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eingreifen>, abgerufen am 25.08.2019.

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