einhellig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungein-hel-lig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›einhellig‹ als Erstglied: ↗Einhelligkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

einstimmig, einmütig
Beispiele:
die Rede fand einhellige Zustimmung
einhellige Unzufriedenheit
ein einhelliges Urteil
alle Zeugen bestätigten einhellig die Richtigkeit der Aussage
diese Ansicht war einhellig vertreten worden
die Anwesenden waren einhellig der Meinung, dass ...
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

einhellig Adj. ‘einstimmig, einmütig’, mhd. einhellec ‘übereinstimmend’ ist eine Weiterbildung von gleichbed. mhd. einhel, ahd. einhel (oder einhelli?) ‘harmonisch zusammenklingend’ (um 1000), dem die Fügung ahd. in ein hellan, mhd. enein hellen ‘übereinstimmen’, eigentlich ‘in eines (zusammen)klingen’, aus ↗ein Num. (s. d.) und dem im Nhd. untergegangenen Verb ahd. hellan, mhd. hellen ‘(er)tönen, hallen’ (s. ↗Hall), zugrunde liegt. S. auch ↗mißhellig.

Thesaurus

Synonymgruppe
einhellig · ↗einmütig · ↗einstimmig · ↗konform · ↗kongruent · ↗konkordant · ↗unisono · übereinstimmend
Synonymgruppe
brüderlich · einhellig · ↗einig · ↗einmütig · ↗einstimmig · ↗einträchtig · ↗einvernehmlich · ↗einverständlich · ↗friedlich · ↗geschlossen · ↗gleichgesinnt · ↗harmonisch · im Einklang · im Gleichklang
Assoziationen
  • einvernehmlich · im Konsens · in gegenseitigem Einvernehmen · in gegenseitigem Einverständnis · ↗konsensual · übereinstimmend

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablehnung Ansicht Applaus Auffassung Begeisterung Beifall Echo Einschätzung Empörung Entsetzen Expertenmeinung Expertenurteil Fazit Jubel Kopfnicken Lob Meinung Meinungsbild Tenor Urteil Verurteilung Votum Zustimmung begrüßen beinahe fast keineswegs nahezu urteilen ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einhellig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die makroökonomischen Daten aus Übersee sind nicht einhellig positiv.
Die Welt, 24.01.2005
Es sei plausibel, dass die Deutschen reges Interesse an dem amerikanischen Unternehmen hätten, hieß es einhellig.
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2000
Man habe anderswo Unterstützung gesucht, und das Echo sei einhellig gewesen.
Nr. 223: Gespräch Teltschik mit Karski und Sulek vom 19. März 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 26033
Behinderte Heimbewohner berichten fast einhellig, nicht menschenwürdig behandelt zu werden.
Klee, Ernst: Behinderten-Report, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch-Verl. 1981 [1974], S. 55
Warum hat dann die christliche Philosophie Spinoza so einhellig abgelehnt?
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1352
Zitationshilfe
„einhellig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einhellig>, abgerufen am 16.09.2019.

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