einmütig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungein-mü-tig
formal verwandt mitMut
Wortbildung mit ›einmütig‹ als Erstglied: ↗Einmütigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

eines Sinnes seiend, in völliger Übereinstimmung
Beispiele:
dem parlamentarischen Beschluss folgte ein einmütiger Widerhall in der Bevölkerung
eine einmütige Annahme, Billigung, Auffassung, Willenskundgebung, Zusammenarbeit
ein einmütiger Beschluss, Widerstand
die einmütigen Männer, Freunde
etw. einmütig billigen, beschließen, erklären
die Presse stellte einmütig fest, dass ...
jmdn. einmütig unterstützen

Thesaurus

Synonymgruppe
einhellig · einmütig · ↗einstimmig · ↗konform · ↗kongruent · ↗konkordant · ↗unisono · übereinstimmend
Synonymgruppe
einmütig · ↗geistesverwandt · geistig ebenbürtig · harmonisierend · ↗kongenial
Synonymgruppe
brüderlich · ↗einhellig · ↗einig · einmütig · ↗einstimmig · ↗einträchtig · ↗einvernehmlich · ↗einverständlich · ↗friedlich · ↗geschlossen · ↗gleichgesinnt · ↗harmonisch · im Einklang · im Gleichklang
Assoziationen
  • einvernehmlich · im Konsens · in gegenseitigem Einvernehmen · in gegenseitigem Einverständnis · ↗konsensual · übereinstimmend
Synonymgruppe
Hand in Hand · Schulter an Schulter · Seite an Seite · einmütig · ↗einträchtig · ↗einvernehmlich · füreinander einstehend · geeint · ↗geschlossen · ↗gleichgesinnt · ↗hilfsbereit · im Team · in Zusammenarbeit · ↗kameradschaftlich · ↗kollegial · ↗kollektiv · ↗kooperativ · ↗miteinander · ↗partnerschaftlich · ↗solidarisch · verbündet · vereint · zusammenhaltend · zusammenstehend  ●  eines Sinnes  geh., veraltet · unanim  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablehnung Auffassung Beifall Beschluß Billigung Entschließung Entschlossenheit Ja Tenor Verurteilung Votum Zustimmung angenommen beschließen beschlossen beteuern billigen einstimmig entschlossen fast gebilligt gefasst getroffen nahezu selten verabschiedet votieren ziemlich zusammenstehen zustimmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einmütig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Angeklagten waren einmütig, wenn es darauf ankam, die Schuld auf andere abzuwälzen, manchmal auf den einen, manchmal auf den anderen.
o. A.: Einhundertsiebenundachtzigster Tag. Freitag, 26. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18460
Die anderen Mitteilungen weisen ziemlich einmütig in die gleiche Richtung.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 151
Viele Zeugnisse von Häftlingen aus nationalsozialistischen und kommunistischen Internierungslagern rühmen einmütig ihre Ungebrochenheit, ihren Bekenntniseifer und ihre Hilfsbereitschaft in einer entmenschten Umwelt.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 140
Anderseits hatten sich aber die Amerikaner in der Überzeugung, daß mit der Besteuerung der Kolonien lebenswichtige Grundsätze verletzt würden, erstaunlich einmütig und entschlossen gezeigt.
Morgan, Edmund S.: Die Amerikanische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 6071
Nicht zu allen Planvorhaben gab es damals schon das einmütige Ja.
Neuer Weg, 1985, Nr. 8, Bd. 40
Zitationshilfe
„einmütig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einmütig>, abgerufen am 15.12.2019.

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