einprägen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungein-prä-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungein-prägen
Wortbildung mit ›einprägen‹ als Erstglied: ↗Einprägung · ↗einprägsam
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. in etw. prägen
Beispiele:
Worte, das Wappen, einen Kopf in eine Münze einprägen
ein Blechschild mit einer eingeprägten Nummer
bildlich
Beispiel:
jene Handlung, die seinen Namen unauslöschlich in die Geschichte seines Regiments einprägte [J. RothRadetzkymarsch8]
2.
jmdm. etw. einprägenjmdm. etw. einschärfen
Beispiele:
sie prägte dem Kind ein, bei diesem Straßenübergang stets nach rechts zu sehen
diese Lehre, Worte hatte sie ihm eingeprägt
sich [Dativ] etw. einprägenetw. fest im Gedächtnis behalten
Beispiele:
sich einen Namen, die Hausnummer einprägen
ich habe mir den Weg (gut) eingeprägt
etw. prägt sich jmdm. einetw. bleibt jmdm. fest im Gedächtnis
Beispiele:
seine Worte haben sich mir (für immer) eingeprägt
ihr Gesicht, Bild hat sich (unauslöschlich) in sein Gedächtnis eingeprägt
diese Melodie, der Rhythmus prägt sich (sofort) dem Ohr ein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prägen · ausprägen · einprägen · Gepräge
prägen Vb. ‘Material auf seiner Oberfläche reliefartig formen, (in Münzen) ein Bild, Muster oder Schriftzeichen einpressen, Münzen herstellen’, übertragen ‘mit einer bestimmten Eigenart versehen, formen, gestalten, (einen sprachlichen Ausdruck) bilden, formulieren’, ahd. brāhhen ‘einritzen, eingraben, einprägen’ (um 800), mhd. bræchen, præchen, (md.) brēchen, prēchen, frühnhd. (mit Übergang von ch in g) brēgen, prēgen (15. Jh.), aengl. ābracian ‘einpressen’, ostfries. prakken ‘pressen’. Die Verben können als Kausativa zu dem unter ↗brechen (s. d.) behandelten Verb angesehen werden, etwa im Sinne von ‘brechen machen, gebrochene Arbeit hervorbringen’, woraus sich die Bedeutung ‘eingraben, stempelnd einpressen’ entwickelt. Die nhd. Schreibung schwankt bis ins 17. Jh. zwischen präcken, pregen, preckchen und brechen; prägen setzt sich im 18./19 Jh. durch. ausprägen Vb. ‘(zu Münzen) prägen, formen’, meist übertragen ‘deutlich gestalten, formen’, reflexiv ‘deutlich zum Ausdruck kommen’, oft im Part. Prät. ausgeprägt ‘stark herausgebildet, entwickelt’ (17. Jh.). einprägen Vb. ‘eindrücken, einpressen’, meist übertragen ‘eindringlich ins Bewußtsein bringen’, reflexiv ‘fest in das Gedächtnis aufnehmen’ (17. Jh.). Gepräge n. ‘Prägung (auf Münzen)’, übertragen ‘besondere Note, Eigenart, Kennzeichen’, ahd. gibrāhhi (um 800), mhd. gebræche, gepræche ‘getriebene Arbeit, Gravier-, Ziselierarbeit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
einprägen · ↗einschnitzen
Synonymgruppe
(Daten/Gedanken) fassen · einprägen · ↗merken · ↗speichern  ●  ↗memorieren  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abkürzung Anblick Aufeinanderfolge Aussehen Bewußtsein Bild Bildgedächtnis Einzelheit Erinnerung Gedächtnis Gehirn Hirn Lernstoff Logo Muster Nachwelt Name Reihenfolge Unterbewußtsein Vokabel Wiederholung Wortbild Ziffer fest nachdrücklich nachhaltig prägen tief unauslöschlich unvergeßlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einprägen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er konnte gar nicht mehr anders, als sich das alles einzuprägen.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 1040
Deutlicher als manches Bild prägt sich ohnehin die reiche Ornamentik der alten Gewebe ein.
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2001
Ihr haben sich die Geschichten von der Flucht vor den Deutschen so fest eingeprägt, dass es für sie schlimm wäre, her zu kommen.
Der Tagesspiegel, 11.08.2000
Diese Lehre hat sich mir tief eingeprägt, als einige Jahre danach die von Berger in Jena erzielten Ergebnisse bekannt wurden.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 74
Aber auch unabhängig von diesen Begriffen hat sich diese Phase und die Erfahrungen, die aus ihr stammten, der deutschen Tradition tief eingeprägt.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 24
Zitationshilfe
„einprägen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einprägen>, abgerufen am 17.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
einpolig
einpoldern
einpökeln
einplätten
Einplanung
einprägsam
Einprägsamkeit
Einprägung
einprasseln
einpreisen