einräumen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungein-räu-men
Wortzerlegungein-räumen
Wortbildung mit ›einräumen‹ als Erstglied: ↗Einräumung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. in einen leeren Raum räumen, hineinstellen
Gegenwort zu ausräumen
Beispiele:
die Möbel (in ein Zimmer) einräumen
ein Zimmer, die Küche einräumen
das Porzellan, die Bücher (in den Schrank, die Fächer) einräumen
den Schrank einräumen
er hatte schnell alles eingeräumt
das neue Zimmer war rasch eingeräumt
2.
jmdm. etw. überlassen, abtreten
Beispiele:
er räumte ihr sein eigenes Zimmer ein
jmdm. seinen Platz einräumen
3.
jmdm. etw. gewähren, zugestehen
Beispiele:
er hatte ihr manche Rechte, große Vorteile, Freiheiten, Konzessionen, Macht, eine Sonderstellung, den Vorzug eingeräumt
eine solche Vergünstigung wollte er ihr nicht einräumen
man hatte ihr viel zu viel eingeräumt
jmdm. Ermäßigungen, einen Kredit einräumen
die Strafkammer räumte ihm eine Bewährungsfrist ein
Sprachwissenschaft eine einräumende Konjunktion (= eine konzessive Konjunktion)
»Das ist auch nicht leicht zu verstehn«, räumte Stumm bereitwillig ein [MusilMann1032]

Thesaurus

Synonymgruppe
beichten · ↗bekennen · ↗eingestehen · einräumen · ↗gestehen · ↗offenbaren · ↗zugestehen  ●  ↗einbekennen  österr. · ↗zugeben  Hauptform · herausrücken mit  ugs. · ↗konzedieren  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
einräumen · ↗einsortieren · ↗unterbringen · ↗verstauen · ↗wegpacken · ↗wegräumen  ●  ↗verräumen  Jargon · ↗versorgen  schweiz., österr.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) zugutehalten · ↗(strafmildernd) berücksichtigen · ↗anerkennen · einräumen · zu jemandes Entschuldigung berücksichtigen  ●  auch sehen  ugs.
Synonymgruppe
anerkennen · einräumen · ↗erlauben · ↗konzedieren · ↗zubilligen · ↗zuerkennen · ↗zugestehen  ●  ↗gestatten  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angeklagte Chance Fehler Frist Kredit Mitspracherecht Möglichkeit Priorität Rabatt Recht Sprecher Stellenwert Versäumnis Vorrang aber allerdings auch er erstmals freimütig gestern gleichzeitig immerhin jedoch räumen selbst selbstkritisch unumwunden zugleich zwar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einräumen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das alles sei nicht sehr glücklich gelaufen, räumt Schreiber ein.
Die Zeit, 22.08.2011, Nr. 34
Aber er hatte nie vorgehabt, ihm eine faire Chance einzuräumen.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 96
Er appelliere daher an die Regierungen der Welt, dem Problem Priorität einzuräumen.
o. A.: DER GANZ NORMALE WAHNSINN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1987]
Auch nationalsozialistische Darstellungen räumten damals ein, daß die deutsche Politik in eine »isolierte Lage« geraten war.
Bracher, Karl Dietrich: Zusammenbruch des Versailler Systems und zweiter Weltkrieg. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 18926
Wie kann man nur einer Frau soviel Platz im Leben einräumen!
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 23
Zitationshilfe
„einräumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einräumen>, abgerufen am 22.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
einräuchern
einrasten
Einrangierung
einrangieren
einrändern
Einräumung
Einräumungssatz
Einraumwohnung
einrechen
einrechnen