Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

einrangieren

Grammatik Verb · rangiert ein, rangierte ein, hat einrangiert
Worttrennung ein-ran-gie-ren
Wortzerlegung ein- rangieren
Wortbildung  mit ›einrangieren‹ als Erstglied: Einrangierung
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn., sich einreihen, einordnen
Beispiele:
er wusste noch nicht, wie man ihn einrangieren würde
sie hatte den Anspruch, höher einrangiert zu werden
er ist gut einrangiert
in einen solchen Kreis kann ich mich nicht einrangieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rang · rangieren · einrangieren · ausrangieren
Rang m. ‘Reihe, Reihenfolge, Stellung innerhalb einer Ordnung’ (vor allem im gesellschaftlichen Leben, in Beruf und Amt, in der militärischen Laufbahn). Frz. rang, hervorgegangen aus dem aus germ. *hringa- im Sinne von ‘kreisförmig aufgestellter Heeresverband’ (s. Ring) entlehnten afrz. renc ‘Reihe, Kampfreihe’, wird zu unterschiedlichen Zeiten ins Dt. entlehnt und steht hier entsprechend dem frz. Gebrauch für ‘Reihe, Schlachtordnung’ (17. Jh.), ‘Reihenfolge, Stufe der gesellschaftlichen Ordnung, Amt, Würde’ (18. Jh.), ‘vorkragendes Geschoß im Zuschauerraum eines Theaters’ (19. Jh.). rangieren Vb. ‘eine bestimmte Stellung in einer Rangordnung einnehmen’ (Mitte 19. Jh.), ‘(Eisenbahnwagen, -züge) verschieben’ (2. Hälfte 19. Jh.). Aus dem zu afrz. renc, frz. rang (s. oben) gebildeten Verb frz. ranger ‘aufstellen, einreihen, (ein)ordnen’ (afrz. rengier ‘in Reihen stellen, ordnen’, s. arrangieren), wird nhd. rangieren in den jetzt nicht mehr gebräuchlichen Bedeutungen ‘aufstellen, formieren, aufmarschieren lassen’ von Truppen oder Schiffen (17. und 18. Jh.) und ‘(ein)ordnen, einstufen, einteilen’ (2. Hälfte 17. Jh. bis Ende 19. Jh.) entlehnt; hieraus entwickeln sich die oben genannten, heute üblichen Verwendungen. einrangieren Vb. ‘in etw. einreihen, rangmäßig einordnen’ (Anfang 19. Jh.); ausrangieren Vb. ‘(Altes, Überflüssiges) aussondern, ausscheiden, wegwerfen’, (von Menschen) ‘außer Dienst stellen, entlassen’ (Ende 18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›einrangieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir waren vollkommen in das Heer einrangiert, und der Begriff als »Vierter Wehrmachtsteil« ist zwar nicht offiziell geprägt, aber im Grunde zutreffend. [o. A.: Einhundertsechsundneunzigster Tag. Dienstag, 6. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 25915]
Falls noch ein Zwischengericht gereicht wird, rangiert sich das notwendige Besteck entsprechend ein. [Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 136]
Nur den Krimi rangieren sie mit 26 Prozent etwas höher ein. [Die Zeit, 17.03.1972, Nr. 11]
Der Kapitalzins rangiert sich ebenfalls auf einem niederen, bis jetzt noch nicht erkennbaren Niveau ein. [Die Zeit, 03.07.1958, Nr. 27]
Drei der Gesellschaften, die sich neu in die Gruppe der 25 größten einrangiert haben, verdanken dieses Vordringen einer überdurchschnittlichen Zunahme ihres Börsenwertes. [Die Zeit, 21.06.1968, Nr. 25]
Zitationshilfe
„einrangieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einrangieren>.

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