Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

einschüchtern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ein-schüch-tern
Wortbildung  mit ›einschüchtern‹ als Erstglied: Einschüchterung
eWDG

Bedeutung

jmdn. in Angst versetzen, jmdm. den Mut nehmen
Beispiele:
jmdn. durch Drohungen, Blicke einschüchtern
dieses Wort, dieser Blick schüchtert dich bestimmt nicht ein
durch den rauen Ton war das Kind völlig eingeschüchtert
lasst euch nicht einschüchtern!
er verstand es, sie schon zu Beginn einzuschüchtern
er war leicht einzuschüchtern
sie sprach tapfer weiter, ohne sich einschüchtern zu lassen
sie fühlte sich eingeschüchtert, verstummte eingeschüchtert
er rühmte sich auch noch, den Gegner wiederholt eingeschüchtert zu haben
ein eingeschüchterter Blick
das eingeschüchterte Tier verkroch sich
eine einschüchternde Gebärde
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schüchtern · einschüchtern · verschüchtert · Schüchternheit
schüchtern Adj. ‘ängstlich, zurückhaltend’ (16. Jh., zuerst von Tieren) geht zurück auf mnd. md. schüchter. Dies ist eine Ableitung von mnd. schüchter(e)n ‘sich (aus Furcht) zerstreuen, durch Scheuchlaute verjagen’, md. schüchtern, schuchtern ‘scheu, zaghaft, furchtsam werden oder machen, (ver)jagen’, die ihrerseits (wie scheuchen, s. d.) zu den unter scheu bzw. scheuen (s. d.) genannten Formen gebildet sind. Das auslautende -n übernimmt das Adjektiv (endgültig im 18. Jh.) aus den flektierten Kasus (ähnlich wie albern, s. d.). Das oben genannte Verb schüchtern bewahren die Präfixbildungen einschüchtern Vb. ‘schüchtern machen’ (19. Jh.) und verschüchtert Part.adj. ‘ängstlich, zurückhaltend’ (19. Jh.). Schüchternheit f. ‘Zaghaftigkeit, Zurückhaltung’ (18. Jh.), Schüchterheit (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) Wind aus den Segeln nehmen · abschrecken · demoralisieren · demotivieren · einschüchtern  ●  entmutigen  Hauptform · decouragieren  geh. · den Schneid abkaufen  ugs. · den Schneid nehmen  ugs. · ins Bockshorn jagen  ugs.
Synonymgruppe
Angst einflößen · beängstigen · einschüchtern · erschrecken · verschrecken · verängstigen · ängstigen  ●  (jemandem) Bange machen  ugs. · ins Bockshorn jagen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›einschüchtern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einschüchtern‹.

Verwendungsbeispiele für ›einschüchtern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er darf andere weder buchstäblich schlagen noch sie verbal einschüchtern. [Der Wachtturm, 1999, Nr. 4, Bd. 120]
Auf dem Wege zur Macht dient der T. revolutionären Eliten dazu, die revolutionsfeindliche Mehrheit einzuschüchtern. [Fetscher, I.: Terror. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22276]
Es ist ziemlich schwer, jemanden in Shorts einschüchternd zu finden. [Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39]
Aber das änderte nichts mehr, politisch war sie eingeschüchtert, und sie machte Fehler. [Die Zeit, 22.12.1998, Nr. 53]
Heute wollen sie uns einschüchtern, morgen wollen sie uns erpressen, übermorgen wollen sie uns überfallen. [konkret, 1985]
Zitationshilfe
„einschüchtern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einsch%C3%BCchtern>.

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