Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

einschmeicheln

Grammatik Verb · reflexiv
Aussprache 
Worttrennung ein-schmei-cheln
Wortzerlegung ein- schmeicheln
Wortbildung  mit ›einschmeicheln‹ als Erstglied: Einschmeichelung
eWDG

Bedeutung

sich durch Schmeichelei angenehm, beliebt machen
Beispiele:
sie hatte sich bei der Lehrerin, Tante durch schöne Worte, kleine Dienste eingeschmeichelt
du willst dich wohl bei ihm einschmeicheln?
damit wollte er sich nur einschmeicheln
du kannst dich leicht bei ihr einschmeicheln
sich schlau, diplomatisch einschmeicheln
sie hat so ein einschmeichelndes Benehmen
einschmeichelndangenehm wirkend
Grammatik: häufig im Partizip I
Beispiele:
eine einschmeichelnde Musik erklang leise
er sprach mit einschmeichelnder Stimme
ein einschmeichelndes Lächeln zeigen, aufsetzen
einschmeichelnde Wärme umfing ihn
Madame Austria … sprach einen weichen, einschmeichelnden Wiener Dialekt [ Kellerm.Totentanz178]
als er endlich mit dem einschmeichelndsten Gesicht vor ihr stand [ O. M. GrafBolwieser29]
etwas, das sich nicht atmen ließ, das süßlich roch und brennend schmeckte, widerwärtig und einschmeichelnd zugleich [ A. ZweigJunge Frau117]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) hofieren · (sich) Liebkind machen (bei) · (sich) anbiedern · (sich) einschmeicheln (bei) · (sich) lieb Kind machen (bei jemandem)  ●  (jemandem) Honig um den Bart schmieren  ugs., fig. · (sich) einkratzen (bei)  ugs., salopp · (sich) einschleimen (bei)  derb · (sich) ranschmeißen  ugs. · Kreide fressen  ugs., fig. · herumscharwenzeln (um)  ugs. · rumschleimen  ugs., fig. · schleimen  ugs., fig. · schwänzeln  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) beliebt zu machen versuchen (bei) · aufgesetzt positiv reagieren · beweihräuchern · lobhudeln · übertrieben loben  ●  (sich) einschmeicheln  Hauptform · (sich) einschleimen  derb · Honig ums Maul schmieren  ugs. · bauchpinseln  geh. · herumschleimen  derb
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›einschmeicheln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es widerstrebte mir, mich bei ihm einzuschmeicheln, aber mir blieb keine andere Wahl. [Süddeutsche Zeitung, 10.09.2004]
Bei Industrie und Banken weiß er sich einzuschmeicheln, aber angesehene Männer der Rechten hält er konsequent von der Macht fern. [Die Zeit, 04.10.1968, Nr. 40]
Damit kann sie sich wieder bei ihrem neuen Westchef einschmeicheln. [Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 316]
Sogar der Klang ihrer Stimme war in dieser Minute einschmeichelnd, das ist er nicht immer. [Rösler, Jo Hanns: Wohin sind all die Jahre..., München: Goldmann 1984 [1964], S. 99]
So will man lärmverseuchten Ohren den reineren Klang klassischer Musik einschmeicheln? [Die Zeit, 03.09.1993, Nr. 36]
Zitationshilfe
„einschmeicheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einschmeicheln>.

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