einschreiben

GrammatikVerb · schreibt ein, schrieb ein, hat eingeschrieben
Aussprache
Worttrennungein-schrei-ben
Wortzerlegungein-schreiben
Wortbildung mit ›einschreiben‹ als Erstglied: ↗Einschreibbrief · ↗Einschreibebrief · ↗Einschreibegebühr · ↗Einschreibepäckchen · ↗Einschreiber · ↗Einschreibesendung · ↗Einschreibgebühr · ↗Einschreibpäckchen · ↗Einschreibsendung · ↗Einschreibung
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
in etw. schreiben
b)
seinen, jmds. Namen offiziell in eine (Aufnahme)liste o. Ä. eintragen
2.
Post gegen Quittung in ein Postbuch eintragen (u. damit versichern) lassen
3.
a)
(einen neuen Füllfederhalter o. Ä.) durch Schreiben gebrauchsfähig machen
b)
durch längeres Schreiben an einem bestimmten Thema eine gewisse Routine bekommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schreiben · Schreiben · Schrieb · Schreiber · abschreiben · Abschrift · anschreiben · Anschreiben · Anschrift · ausschreiben · beschreiben · Beschreibung · einschreiben · Einschreiben · verschreiben · vorschreiben · Vorschrift · zuschreiben · Zuschrift
schreiben Vb. ‘Buchstaben, Worte, Zahlen, Zeichen, Noten hervorbringen’, ahd. scrīban (8. Jh.), mhd. schrīben ‘(auf)schreiben, verzeichnen, beschreiben, anordnen, verordnen, nennen, schildern, malen’, asächs. skrīƀan, mnd. schrīven, mnl. scrīven, nl. schrijven, aengl. scrīfan ‘anordnen, bestimmen, Beichte hören, Strafe auferlegen’, engl. to shrive ‘beichten, die Beichte abnehmen’, aschwed. skrīva ‘schreiben’, schwed. skriva sind Entlehnungen aus lat. scrībere ‘mit einem spitzen Griffel eingraben, einzeichnen, schreiben, (schriftlich) auftragen, anordnen, befehlen, ernennen, festsetzen, (Soldaten) anwerben, ausheben’, die im Germ. starke (nur aschwed. mitunter auch schwache) Flexion annehmen. Der Übergang ins Germ. macht zwei Entlehnungsvorgänge wahrscheinlich, und zwar einen früheren im Sinne von ‘anordnen, bestimmen’ (s. oben aengl. scrīfan und vgl. asächs. biskrīƀan ‘sich kümmern, sich zurückhalten’) und einen späteren im Sinne von ‘(lateinische Schriftzeichen) schreiben’. Die engl. Sonderentwicklung (s. oben) führt dazu, daß für ‘schreiben’ engl. to write eingetreten ist, die alte germ. Bezeichnung für das Einritzen der Runen (s. ↗reißen). Schreiben n. ‘Schriftstück, Brief’ (16. Jh.), substantivierter Infinitiv; dafür umgangssprachlich oft die nach Art der Verbalabstrakta ablautende Bildung Schrieb m. (um 1900). Schreiber m. ‘wer schreibt’, ehemals Berufsbezeichnung, ahd. skrībāri (8. Jh.), mhd. schrībære, auch ‘Kanzler, Notar, Schriftgelehrter, Dichter, Tafelaufseher’. abschreiben Vb. ‘kopieren, aus einem Schriftstück streichen’ (seit mhd. Zeit), ‘eine Summe abbuchen, streichen, schriftlich absagen’ (15. Jh.), ‘ein Schreibgerät abnutzen’ (17. Jh.), mhd. abeschrīben. Abschrift f. ‘Kopie’, mhd. abeschrift. anschreiben Vb. ‘sichtbar aufschreiben’, mhd. aneschrīben; dann auch ‘(eine Geldsumme) zu späterer Bezahlung notieren, Waren auf Kredit geben’ (15. Jh.), daher gut oder schlecht angeschrieben sein ‘einen guten oder schlechten Ruf haben’ (17. Jh.); heute auch ‘an jmdn. schreiben’ (20. Jh.), möglicherweise Neubildung zu Anschreiben n. ‘Brief’ (16. Jh.). Anschrift f. ‘Briefaufschrift’ (17. Jh., Zesen). ausschreiben Vb. ‘herausschreiben, (eine vakante Stelle u. dgl.) bekanntgeben, nicht abkürzen’, mhd. ūʒschrīben ‘herausschreiben, bekanntmachen’. beschreiben Vb. ‘mit Worten schildern, darstellen, mit Schriftzeichen bedecken’, mhd. beschrīben ‘schreiben, aufzeichnen, schildern, schriftlich auffordern zu kommen’; Beschreibung f. ‘Schilderung’, mhd. beschrībunge. einschreiben Vb. ‘schriftlich eintragen’ (15. Jh.); Einschreiben n. seit 1875 für Rekommandation ‘eine durch Aushändigung einer Empfangsbestätigung besonders registrierte Postsendung’, eigentlich ‘eine (zur sorgfältigen Beförderung) empfohlene Postsendung’. verschreiben Vb. ‘verordnen, beim Schreiben versehentlich Fehler machen’ (17. Jh.), sich jmdm., einer Sache verschreiben ‘verpflichten, übergeben’ (18. Jh.), mhd. verschrīben ‘(auf)schreiben, verzeichnen, schriftlich festsetzen, beschreiben, schriftlich mitteilen, zuerkennen’. vorschreiben Vb. ‘als Muster schreiben, Anweisung erteilen’ (16. Jh.), älter ‘vor etw. schreiben’, ahd. furiscrīban ‘an den Anfang schreiben’ (11. Jh.), mhd. vorschrīben. Vorschrift f. ‘Muster zum Nachschreiben’ (17. Jh.), ‘Anweisung für Verhalten und Tun’ (18. Jh.); vgl. ahd. forascrift ‘Vorangeschriebenes, Überschrift, Titel’ (um 1000). zuschreiben Vb. ‘jmdn. für den Urheber von etw. halten, erklären, etw. auf jmdn. zurückführen, ihn mit etw. in Verbindung bringen’ (16. Jh.), ahd. zuoscrīban ‘schriftlich hinzu-, anfügen’ (10. Jh.), spätmhd. zuoschrīben ‘schriftlich zusichern, melden’. Zuschrift f. ‘Hinzugeschriebenes’ (16. Jh.), ‘eine Art Vorwort an den Leser eines Buches’ (17. Jh.), ‘Brief’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
anmelden (Universität) · einschreiben · ↗immatrikulieren  ●  ↗inskribieren  österr., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›einschreiben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einschreiben‹.

Verwendungsbeispiele für ›einschreiben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und deswegen sollte ich mich vielleicht noch an der Uni einschreiben.
Süddeutsche Zeitung, 07.09.2004
Die Atmosphäre ist familiär, denn derzeit sind insgesamt nur 40 Studenten eingeschrieben und jährlich kommen nicht mehr als sechs bis zwölf hinzu.
Der Tagesspiegel, 24.04.1997
Dem menschlichen Willen sind die Gesetze des Guten unauslöschlich eingeschrieben.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 4805
Wir möchten behaupten, daß es seiner ist, nur seinen Namen einzuschreiben.
Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 6513
Das ist auch dem Wort »operativ« und seiner Geschichte eingeschrieben.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 49
Zitationshilfe
„einschreiben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einschreiben>, abgerufen am 07.04.2020.

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