einsilbig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungein-sil-big
formal verwandt mitSilbe
Wortbildung mit ›einsilbig‹ als Erstglied: ↗Einsilbigkeit
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ein einsilbiges WortWort, das nur aus einer Silbe besteht
Beispiel:
›Buch‹ ist ein einsilbiges Wort
2.
übertragen wortkarg
Beispiele:
ein einsilbiger Mensch
seine einsilbige Antwort
einsilbig antworten
er war heute recht einsilbig
er saß ihr zerstreut und einsilbig gegenüber
sie gingen immer einsilbiger nebeneinander her
Diepold, den er nur mürrisch und einsilbig kannte [SeghersDie Toten6,597]

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
(sich) kurz fassen · einsilbig · kurz angebunden · nicht gesprächig · nicht viele Worte machen · redescheu · wenig auskunftsfreudig · ↗wortarm · ↗wortkarg · ↗zurückhaltend (reagieren)  ●  ↗schmallippig (reagieren)  fig. · kurz ab  ugs. · ↗maulfaul  ugs. · ↗zugeknöpft  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›einsilbig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Antwort Auskunft Kommentar Nachname Wort Wörter antworten ausfallen beantworten ebenso eher kommentieren meist mürrisch oft reagieren sehr verhalten verlaufen wortkarg ziemlich äußern äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einsilbig‹.

Verwendungsbeispiele für ›einsilbig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf kritische Fragen reagieren die durchaus freundlichen kubanischen Helfer allerdings häufig einsilbig.
Die Zeit, 06.12.2010, Nr. 49
Die geistliche Frau war einsilbig, spät abends betete sie halblaut.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 137
Die Unterhaltung war anfangs etwas einsilbig und geriet mehrfach ins Stocken.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087
Sie waren unter dem entschwindenden Tage alle einsilbig geworden, ruhten jetzt und schauten in die westlichen Berge.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 712
Seine Eltern hatten sich abgewandt und zwei Tage nur sehr einsilbig mit ihm gesprochen.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 383
Zitationshilfe
„einsilbig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einsilbig>, abgerufen am 23.01.2020.

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