einsinken

GrammatikVerb · sinkt ein, sank ein, ist eingesunken
Aussprache
Worttrennungein-sin-ken (computergeneriert)
Wortzerlegungein-sinken
Wortbildung mit ›einsinken‹ als Grundform: ↗eingesunken
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
in einem weichen Untergrund nach unten sinken
Beispiele:
im Seesand sinkt man ein
in dem Schlamm, Moor muss jeder einsinken
im Schnee einsinken
die Säulen waren in dem Boden eingesunken
der Grund unter ihm sank ein
der Grabstein ist eingesunken
eingesunkene Gräber, Beete
2.
in sich zusammensinken, einfallen
Beispiele:
diese morsche Holzbrücke wird wohl bald einsinken
ein halb eingesunkener Holzzaun

Thesaurus

Synonymgruppe
(in sich) zusammenfallen wie ein Kartenhaus · ↗einbrechen · ↗einfallen · einsinken · ↗einstürzen · einstürzen wie ein Kartenhaus · in Trümmer fallen · in sich zusammenfallen · umknicken wie Streichhölzer · ↗zusammenbrechen · ↗zusammenfallen · ↗zusammensinken · ↗zusammenstürzen  ●  ↗einkrachen  ugs. · ↗zusammenkrachen  ugs. · ↗zusammensacken  ugs.
Oberbegriffe
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauch Bewußtsein Boden Fuß Gewicht Hüfte Knie Knöchel Morast Rad Sand Schlamm Schnee Untergrund bis knöcheltief sinken tief

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einsinken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Immer wieder tritt man unvermutet in ein tieferes Loch und sinkt ein.
Die Zeit, 19.04.1996, Nr. 17
Weil sie so breit sind, sinken sie nicht so tief ein; weil sie so kurz sind, sind sie äußerst wendig.
Süddeutsche Zeitung, 31.03.1995
Er tritt mit dem linken Fuß auf und sinkt wieder ein.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 23
Wenn du mich betrittst, sinkst du ein wie in Friedhofssumpf.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 937
Der Fuß sinkt, wo der Schnee angeweht ist, nur mäßig ein.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 155
Zitationshilfe
„einsinken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einsinken>, abgerufen am 18.10.2019.

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