einstampfen

Grammatik Verb · stampft ein, stampfte ein, hat eingestampft
Aussprache 
Worttrennung ein-stamp-fen
Wortzerlegung ein-stampfen
Wortbildung  mit ›einstampfen‹ als Erstglied: ↗Einstampfung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
  2. 2. ...
eWDG

Bedeutungen

1.
Beispiele:
Kraut einstampfen (= durch Stampfen fest in ein Fass eindrücken)
eingestampfter Sauerkohl
2.
Beispiele:
Altpapier einstampfen (= durch Stampfen zu Ballen zusammenpressen)
Fehldrucke, alte Zeitungen, wertlose Schriften einstampfen
etw. wird als Altpapier eingestampft
der Rest der Auflage wurde beschlagnahmt und eingestampft

Thesaurus

Synonymgruppe
einstampfen · ↗entfleischen · ↗zerdrücken · ↗zermalmen  ●  ↗zermatschen  ugs.
Synonymgruppe
(einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · über den Haufen werfen (Planungen)  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.
Assoziationen
  • abbrechen · ↗stoppen  ●  (einen) Cut machen  Jargon · auf die Bremse treten  fig. · die Notbremse ziehen  ugs., fig. · die Reißleine ziehen  ugs., fig.
  • (die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · ↗(sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
  • (darauf) verzichten, etwas zu tun · (es) dabei belassen · ↗(sich etwas) ersparen · (sich) beherrschen (etwas zu tun) · Abstand nehmen (von etwas) · ↗absehen (von) · ↗aufhören · ↗bleibenlassen · nicht machen · nicht tun  ●  ↗unterlassen  Hauptform · (es) gut sein lassen  ugs. · ↗(etwas) drangeben  ugs. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · ↗(sich etwas) schenken  ugs. · ↗(sich etwas) sparen  ugs. · ↗(sich etwas) verkneifen  ugs. · (sich etwas) von der Backe putzen  ugs., fig. · (sich) die Mühe sparen (können)  ugs. · (sich) verabschieden (von etwas)  ugs. · (von etwas) die Finger lassen  ugs. · ↗bleiben lassen  ugs. · gar nicht erst versuchen  ugs. · ↗lassen  ugs. · ↗sausen lassen  ugs. · sein lassen  ugs.
  • (eine Gewohnheit / Untugend) ablegen · ↗(etwas) einstellen · ↗(sich) abgewöhnen · ↗abstellen · ↗aufgeben · ↗aufhören (mit) · ↗beenden · ↗beilegen · ↗bleiben lassen · ↗bleibenlassen · nicht weiter... · nicht weiterführen · nicht weitermachen  ●  ↗sistieren  schweiz. · ↗ablassen (von)  geh. · ↗fahren lassen  geh. · sein lassen  ugs.
  • aufgegeben · das Thema ist abgeschlossen · hat sich erledigt · nicht mehr aktuell · nicht mehr im Gespräch · nicht weiterverfolgt werden  ●  gestorben  fig. · vom Tisch (sein)  fig. · abgehakt  ugs.
  • (einen Plan) verwerfen · (es sich) anders überlegen  ●  ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) aus dem Kopf schlagen  ugs., fig.
  • nicht weiterverfolgen · ↗vergessen (können)  ●  (sich) aus dem Kopf schlagen (können)  fig. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) in die Haare schmieren können  ugs., fig. · ↗abhaken (können)  ugs. · knicken können  ugs., salopp · nicht weiter d(a)rüber nachdenken  ugs.
  • (darauf) verzichten (zu) · (einer Sache) nicht weiter nachgehen · (es) belassen bei · (es) bewenden lassen (mit) · auf sich beruhen lassen · nicht weiterverfolgen
  • (sich einer Sache) entledigen · los sein wollen · ↗loswerden  ●  (sich etwas) vom Halse schaffen  fig. · aufräumen mit  fig. · über Bord werfen  fig.
  • (mit etwas) abgeschlossen haben · ad acta gelegt haben · als erledigt betrachten · hinter sich gelassen haben · nicht weiter darüber nachdenken  ●  (etwas) abgehakt haben  ugs.
  • (auf) Distanz gehen (zu) · ↗(sich) distanzieren · brechen mit  ●  (seine) Verbindungen kappen (zu)  fig. · (sich) lossagen (von)  Hauptform · ↗(einer Sache) abschwören  geh.
  • (die) Hoffnung aufgeben · (die) Hoffnung verlieren · nicht länger hoffen (auf)  ●  alle Hoffnung fahren lassen  geh.
  • abbrechen (Schule o.ä.) · ↗aufgeben · in den Sack hauen · ↗schmeißen (Ausbildung o.ä.)  ●  (die Schule Schule) sein lassen  ugs., variabel · ↗hinschmeißen  ugs. · nicht mehr (dahin) gehen  ugs. · ↗sausen lassen  ugs., fig.
Synonymgruppe
einstampfen (Druckerzeugnisse) · ↗vernichten · ↗zerstören  ●  ↗makulieren (Print-Produkte)  fachspr.
Assoziationen
  • die Produktion (von etwas) einstellen · nicht mehr produzieren · nicht mehr vertreiben · nicht weiterproduzieren · vom Markt nehmen (Produkt)

Typische Verbindungen zu ›einstampfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einstampfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›einstampfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das mußte ich dann einstampfen, weil niemand es haben wollte.
Die Zeit, 20.03.1987, Nr. 13
Trotzdem bedeuten sie noch lange nicht, dass man alle anderen Systeme jetzt einstampfen kann.
C't, 2000, Nr. 17
Sie brauchen sich bloß da oben im Retortenpalast einstampfen zu lassen.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10394
Man hat brav geschuftet, statt die Säue totzuschlagen und einzustampfen, die Sauhunde, die schnellschwatzenden Herren Vielverdiener.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 1
Morgen sollte laut Edikt damit begonnen werden, sämtliche Friedhöfe der Hauptstadt einzustampfen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 212
Zitationshilfe
„einstampfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einstampfen>, abgerufen am 08.03.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
einstämmig
Einstallung
einstallen
einst
Einssein
Einstampfung
Einstand
Einstandspflicht
Einstandspreis
einstängelig