Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

eintrommeln

Grammatik Verb
Worttrennung ein-trom-meln
Wortzerlegung ein- trommeln

Bedeutungsübersicht+

  1. [salopp, abwertend] ...
    1. 1. ⟨etw. jmdm. eintrommeln⟩ jmdm. etw. mit viel Mühe beibringen
    2. 2. ⟨auf jmdn. eintrommeln⟩ auf jmdn. laut und pausenlos einwirken
eWDG

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
etw. jmdm. eintrommelnjmdm. etw. mit viel Mühe beibringen
Beispiele:
jmdm. Geschichtszahlen, Regeln eintrommeln
er hatte es ihnen eingetrommelt
Gibt es auch nur eine [Zeitung], die nun den Lesern jahrelang das wahre Gesicht des Krieges eingetrommelt hätte [ TucholskyGanz anders253]
2.
auf jmdn. eintrommelnauf jmdn. laut und pausenlos einwirken
Beispiele:
schreiende Reklametexte, lügnerische Parolen trommeln auf die Menschen, Hirne ein
eine monoton auf die Hirne eintrommelnde Hetze

Verwendungsbeispiele für ›eintrommeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf die Gewerkschaften ließ es sich schon immer leicht eintrommeln. [Die Zeit, 26.05.2006, Nr. 22]
Um 20 Uhr wird auf der Großen Bühne zehn Minuten lang der Abend eingetrommelt. [Süddeutsche Zeitung, 28.11.1996]
Die alten Frauen trommelten dennoch wütend mit dem Gehstock auf den Bahnsteig ein. [Süddeutsche Zeitung, 11.09.2004]
Diese Überzeugung trommelte er seinen beiden Söhnen, Helmut und dem jüngeren Wolfgang, schon ein, als sie noch gar nicht richtig laufen konnten. [Die Zeit, 07.09.1984, Nr. 37]
Als rhythmisches Signal trommeln die sechzehn computergesteuerten Schlegel auf der großen "Drum" Stephan von Huenes eine Ära neuer sensorischer Dimensionen ein. [Die Zeit, 30.07.1998, Nr. 32]
Zitationshilfe
„eintrommeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eintrommeln>.

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