einwenden

GrammatikVerb · wendet ein, wandte ein, hat eingewandt
GrammatikVerb · wendet ein, wendete ein, hat eingewendet
Aussprache
Worttrennungein-wen-den (computergeneriert)
Wortzerlegungein-wenden
Wortbildung mit ›einwenden‹ als Erstglied: ↗Einwendung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. Gegengründe anführen
Beispiele:
er hatte manches gegen den Vorschlag einzuwenden
dagegen kann er kaum etwas einwenden, lässt sich nichts einwenden
er wandte, wendete ein, dass ...
sie hat zwar manches eingewendet, aber ...
er hatte eingewendet, die Klägerin müsse den Schaden selbst tragen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wenden · Wende · Wendeltreppe · wendig · auswendig · inwendig · anwenden · aufwenden · Aufwand · einwenden · entwenden · verwenden
wenden Vb. ‘(sich) umdrehen, umkehren, verändern’, ahd. wenten (8. Jh.), mhd. wenden, asächs. wendian, mnd. mnl. nl. wenden, afries. wenda, aengl. wendan, engl. to wend, anord. venda, schwed. vända, got. wandjan (germ. *wandjan) ist Kausativum zu dem unter ↗winden (s. d.) dargestellten Verb und bedeutet eigentlich ‘drehen machen’. Wende f. ‘Umkehr’, ahd. wentī (um 1000), mhd. wende. Wendeltreppe f. ‘wie eine Schraube um eine Achse führende Treppe’ (16. Jh., zuerst md.), zu spätmhd. wendel m. ‘Wendender, sich Wendendes, Gewundenes’ (zum oben genannten Verb gebildet), älteres gleichbed. Wendelstein m., ahd. wentilstein (11. Jh.), mhd. wendelstein ‘Turm mit sich windender Steintreppe’ ersetzend. wendig Adj. ‘wendbar, wandelbar, gewandt, geschickt’, ahd. wentīg (um 1000, vgl. mānōdwentīg ‘monatlich wiederkehrend’, 9. Jh.), mhd. wendec, wendic ‘rückgängig, abwendig’. auswendig Adv. ‘ohne Vorlage, aus dem Gedächtnis’ (16. Jh.), vorwiegend in Verbindungen wie auswendig lernen, können; auch (heute selten) als Adj. und Adv. ‘nach außen gekehrt, auf der Außenseite befindlich, äußerlich’, mhd. ūʒwendic ‘äußerlich, auswärtig, auf der äußeren Seite’. inwendig Adj. ‘auf der inneren Seite, innen’, mhd. innewendic ‘innerlich, innerhalb (des Hauses bleibend), häuslich, auf der inneren Seite’. anwenden Vb. ‘zu einem bestimmten Zweck, mit einer bestimmten Absicht gebrauchen, auf etw. beziehen, übertragen’ (16. Jh.), ahd. anawenten ‘hinwenden, hinlenken auf’ (9. Jh.), mhd. anwenden. aufwenden Vb. ‘aufbringen für etw., zahlen, ausgeben’ (15. Jh.); vgl. ahd. ūfwenten ‘in die Höhe wenden’ (um 900). Aufwand m. ‘Kosten, Ausgaben’ (18. Jh.). einwenden Vb. ‘widersprechen’ (18. Jh.), ‘zugunsten sprechen’ (17. Jh.). entwenden Vb. ‘stehlen’, mhd. entwenden ‘entgehen, entziehen, abwenden, frei machen von’. verwenden Vb. ‘benutzen, gebrauchen’ (16. Jh.); ahd. firwenten ‘jmdn. von etw. abbringen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. verwenden ‘rückgängig machen, abwenden, wehren, entfernen, umkehren, verwandeln, zerstören, ausstatten’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einspruch einlegen · Einspruch erheben (gegen) · Einwand erheben · Einwendung machen · einwenden  ●  beeinspruchen  österr.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem etwas) entgegenhalten · den Einwand erheben (dass) · einwenden · ↗einwerfen · ↗entgegnen · ↗erwidern · ↗kontern (mit) · mit dem Gegenargument kommen (dass) · ↗widersprechen  ●  ↗objizieren  geh., veraltet
Assoziationen
Synonymgruppe
einwenden · zu bedenken geben
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Befürworter Kläger Kritiker Nichts Nörgler Optimist Prinzip Purist Skeptiker Spötter Zyniker dagegen eigentlich freilich gar gewiß grundsätzlich hiergegen natürlich nun prinzipiell rechtlich schwerlich schüchtern sicher sicherlich vielleicht wenden zaghaft überhaupt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einwenden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gegen bezauberndes Chaos in Kuba haben wir jedoch nichts einzuwenden, das kennen wir hier auch, wenngleich weniger bezaubernd.
Die Welt, 28.02.2003
Man wird zwar einwenden, daß das allein noch nicht rechtswidrig sei, aber nun legen Sie nach!
Delonge, Franz-Benno: Rückhaltlose Aufklärung, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000 [2000], S. 64
Subjektiv gefühlte Temperatur lasse sich nicht messen, wenden Kritiker ein.
Der Tagesspiegel, 01.12.1998
Gegen den Gebrauch des Wortes »einflußreichste« habe ich nichts einzuwenden.
o. A.: Einhundertsechsundsechzigster Tag. Freitag, 28. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11965
Ich für meine Person hätte gegen eine solche Bestimmung nichts einzuwenden.
o. A.: Einundsiebzigster Tag. Freitag, 1. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 4816
Zitationshilfe
„einwenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einwenden>, abgerufen am 16.10.2019.

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