einwilligen

Grammatik Verb · willigt ein, willigte ein, hat eingewilligt
Aussprache  [ˈaɪ̯nvɪlɪgn̩]
Worttrennung ein-wil-li-gen
Wortzerlegung ein- willigen
eWDG

Bedeutung

in etw. einwilligenseine Zustimmung zu etw. geben
Beispiele:
sie willigte in den Vorschlag ein
in ein Angebot, die Ehescheidung einwilligen
wird er darein einwilligen?
ich habe noch nicht eingewilligt
als er einwilligte, war die Lage anders
er nickte einwilligend
Er hatte … sie gebeten, darin einzuwilligen, daß sie sich einige Wochen nicht sahen [ FlakeSchritt227]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wille · willfahren · willfährig · willig · willkommen · bewilligen · einwilligen
Wille m. ‘feste Absicht, Vorsatz, auf ein Ziel gerichtetes Streben und Trachten, Verlangen’, ahd. willo (8. Jh.), mhd. wille, asächs. willio, mnd. mnl. wille, nl. wil, aengl. willa, engl. will, anord. vili, schwed. vilja, got. wilja, germ. *weljan-, Abstraktum zu der unter wollen2 (s. d.) angegebenen Wurzel. willfahren Vb. ‘jmds. Willen tun’ (16. Jh.), willenvarn (15. Jh.), aus mhd. eines willen vāren; zu mhd. vāren ‘feindlich trachten, nachstellen, streben, fürchten’ (s. Gefahr). Doch bereits in der mhd. Fügung erfolgt Anschluß an mhd. varn ‘fahren’; daher (vereinzelt) auch starke Flexion (willfuhr, noch Ende 18. Jh.). willfährig Adj. ‘willig, bereit, gefällig’ (16. Jh.). willig Adj. ‘bereit, gefällig’, ahd. willīg (8. Jh.), mhd. willec, willic; Grundwort in Adjektivkomposita seit ahd. Zeit, vgl. gutwillig, ahd. guotwillīg (um 1000), mhd. guotwillic. willkommen Part.adj. ‘gern gesehen’, mhd. wille-, wilkomen. Im zweiten Wortteil wohl gebildet zu der Partizipialform von kommen. Vgl. ahd. willikomo m. (10. Jh.), mhd. willekome Adj. bewilligen Vb. ‘zugestehen, erlauben’ (15. Jh.). einwilligen Vb. ‘zustimmen, sein Einverständnis geben’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sein) Einverständnis erklären · (sich) einverstanden erklären (mit) · (sich) zustimmend äußern · Ja sagen (zu) · akzeptieren · annehmen · bejahen · billigen · einverstanden sein (mit) · einwilligen · nichts (mehr) auszusetzen haben (an) · zusagen · zustimmen  ●  konsentieren  veraltet · (etwas) abnehmen (z.B. Handwerkerleistung)  fachspr. · Gnade vor jemandes Augen finden  geh., ironisch
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Erlaubnis erteilen · (die) Zustimmung geben · (einer Sache) seine Zustimmung erteilen · (seinen) Segen geben · absegnen · billigen · einwilligen · erlauben · genehmigen · in Kraft setzen · zustimmen  ●  (sein) Okay geben  ugs. · (sein) Placet geben  geh. · (sein) Plazet geben  geh. · abnicken  ugs. · grünes Licht geben  ugs. · verabschieden  fachspr.
Assoziationen
  • (ein) gutes Wort einlegen (für) · (sich) aussprechen für · (sich) einsetzen (für) · (sich) engagieren (für) · Schützenhilfe leisten · anpreisen · befürworten · dafür sein · eintreten (für) · empfehlen · sekundieren · unterstützen  ●  (sich) aus dem Fenster hängen (für)  fig.
  • (sein) Einverständnis erklären · (sich) einverstanden erklären (mit) · (sich) zustimmend äußern · Ja sagen (zu) · akzeptieren · annehmen · bejahen · billigen · einverstanden sein (mit) · einwilligen · nichts (mehr) auszusetzen haben (an) · zusagen · zustimmen  ●  konsentieren  veraltet · (etwas) abnehmen (z.B. Handwerkerleistung)  fachspr. · Gnade vor jemandes Augen finden  geh., ironisch
  • (seinen) Widerstand aufgeben · (sich) abfinden · keine (weiteren) Einwände erheben  ●  (zu allem) Ja und Amen sagen  ugs.
  • (etwas) absegnen lassen · (etwas) genehmigen lassen · (sich) die Genehmigung holen  ●  (sich jemandes) Segen holen  fig. · (sich) das Okay holen (von)  ugs.
Antonyme
  • (sich) ablehnend äußern
Synonymgruppe
(eine) Zusage abgeben · (eine) Zusage machen · (sich) einverstanden erklären · akzeptieren (jemandes Vorstellungen, Konzeption, Angebot) · eingehen auf (Angebot, Vorschlag, Bedingungen) · einschlagen (Handgeste) · einwilligen (in) · zusagen · zustimmen · zustimmend aufnehmen  ●  annehmen (Angebot)  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›einwilligen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›einwilligen‹.

Verwendungsbeispiele für ›einwilligen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mutter hätte wohl eingewilligt, aber der Vater schüttelte den Kopf. [Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 14517]
Sie willigte ein, und nachdem sie mich das Muster gelehrt hatte, häkelte ich noch ein gutes Stück selber dazu. [Christ, Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 17059]
Im Juni 1870 willigte der Komponist nach einigem Zögern ein. [Fath, Rolf: Werke - A. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 43]
Wir wollten auch, dass das Kind wissen sollte, wer sein Vater ist, auch da hat er eingewilligt. [Die Zeit, 15.08.2011, Nr. 33]
Nach einer herzbewegenden Szene willigt er ein, und die frommen Männer werfen ihn in den Tod. [Die Zeit, 28.03.2011, Nr. 13]
Zitationshilfe
„einwilligen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/einwilligen>.

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