eis, das

Alternative SchreibungEis
GrammatikSubstantiv (Neutrum)
DWDS-Basisartikel, 2016

Bedeutung

Tonbezeichnung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eis · Eisbahn · eisig · loseisen · Eisvogel
Eis n. ‘gefrorenes Wasser’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. īs, mnl. nl. ijs, afries. īs, aengl. īs, engl. ice, anord. īss, schwed. is. Für germ. *īsa- lassen sich iran. Parallelen beibringen, awest. aēxa- ‘Frost, Eis’, isav- ‘frostig, eisig’, pers. yak, afghan. jah̨, osset. ich (ux) ‘Eis’, wobei umstritten ist, ob im Iran. das s oder die Gutturallaute ursprünglich sind. Specht Dekl. 18 vertritt hinsichtlich des Awest. die zweite Ansicht. Einen altertümlichen Wechsel von suffixalem s und n sieht er (339) dagegen zwischen den germ. und den zugehörigen balt. und slaw. Formen lit. ýnis, aslaw. inii, russ. ínej (иней) ‘Reif’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *ei-, *ī- ‘Eis, Frost’. Eisbahn f. ‘Schlittschuhbahn’ (17. Jh.). eisig Adj. ‘eiskalt’, mhd. īsec; in jüngerer Sprache übertragen im Sinne von ‘unnahbar, kalt, ablehnend’. loseisen Vb. ‘losmachen’, eigentlich ‘ein im Eis festliegendes Schiff befreien’ (18. Jh.). Eisvogel m. farbenprächtiger Vogel, auch Martinsvogel und Wintervogel genannt, ahd. īsfogal (Hs. 12. Jh.), mhd. īsvogel. Ursprüngliche Bezeichnung ist ahd. īsa(r)nfogal (um 1100), aengl. īsearn, eigentlich ‘eiserner Vogel’ (s. ↗Eisen), nach dem metallisch glänzenden Federkleid. Hieraus ist Eisvogel, wohl unter Einfluß des Berichts bei Plinius, der Vogel brüte im Winter, umgedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Eis · ↗Eiscreme · ↗Speiseeis  ●  ↗Eiskrem  alte Schreibung bis 2011 · ↗Eiskreme  alte Schreibung bis 2011 · ↗Glace  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Eisbecher  ●  Glace-Töpfli  schweiz.
Geografie
Synonymgruppe
Eis · gefrorenes Wasser
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›eis‹, ›Eis‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die 9 Archonten erhielten auch damals nur 4 Obolen eis sitnsin für sich und ihren Herold und Flötenbläser - dies Amt blieb also wesentlich Ehrenamt.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 22694
Trotzdem ist die Philosophie und speziell der philosophische Th. paidagôgos eis Christon, aber immer nur in ihrem Scheitern bzw. Nicht-zu Ende-Kommen.
Klein, J.: Theismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 5880
Nicht minder wurde im Staatsmann (273 D eis ton tês anomoiotêtos apeiron onta topon) der Begriff des Ungleichartigen mit dem des Unbestimmten eng verknüpft.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Zitationshilfe
„eis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eis>, abgerufen am 07.04.2020.

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