eitern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungei-tern
Wortbildung mit ›eitern‹ als Erstglied: ↗Eiterung  ·  mit ›eitern‹ als Letztglied: ↗auseitern · ↗herauseitern
eWDG, 1967

Bedeutung

Eiter bilden und absondern
Beispiele:
das Ohr eiterte
eine eiternde Wunde
etw. eitert nach innen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eiter · Eiß · Eiße · eitern · eitrig
Eiter m. ‘gelbliche Flüssigkeitsabsonderung bei Entzündungen’ (weiße Blutkörperchen und Gewebszellen enthaltend). Mit asächs. ēttar, mnl. nl. etter, afries. atter, aengl. āt(t)or, anord. eitr, schwed. etter führen ahd. eitar ‘Gift, Eiter’ (9. Jh.), mhd. eiter (mit unverschobenem -tr-) auf germ. *aitra-, während die eng verwandten ahd. (11. Jh.), mhd. eiz m., nhd. (obd. schweiz.) Eiß m. Eiße f. ‘Eiterbeule, Geschwür’ germ. *aita- voraussetzen. Beide germ. Stämme gehören mit griech. oidé͞in (οἰδεῖν) ‘schwellen’, ó͞idos (οἶδος) ‘Geschwulst, Schwellung’ (s. ↗Ödem), aslaw. jadъ, russ. jad (яд) ‘Gift’ zur Wurzel ie. *oid- ‘schwellen’. eitern Vb. ‘Eiter absondern’, mhd. eitern ‘vergiften’; vgl. ahd. gieitarit, gieitarōt ‘giftig’. eitrig Adj. ‘Eiter absondernd’, ahd. eiterīg ‘giftig, verwesend’ (10. Jh.); beide in der heutigen Bedeutung seit dem 16. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
eitern · ↗vereitern  ●  ↗schwären  geh.

Typische Verbindungen zu ›eitern‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eitern‹.

Verwendungsbeispiele für ›eitern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An ihr vereitert das amerikanische Leben, und überall in der Welt, auch bei uns, eitert es nicht minder.
Die Zeit, 13.10.1967, Nr. 41
Erst später fängt sie an zu schmerzen und zu eitern.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.1998
Das Geschwür habe sich von selbst gebildet, habe geeitert und sei, anstatt zu heilen, immer größer geworden.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 120
Die Male eitern nicht und widersetzen sich einer medizinischen Behandlung, sie bluten an bestimmten Tagen, etwa am Karfreitag.
o. A. [ur.]: Stigmatisierung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1998]
Nach zehn Tagen - die Wunden eiterten noch - reiste er wieder ab.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Zitationshilfe
„eitern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eitern>, abgerufen am 07.04.2020.

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