elf

Grammatik Kardinalzahl
Wortbildung  mit ›elf‹ als Erstglied: ↗11-jährig · ↗Elfeck · ↗Elfer · ↗Elferrat · ↗Elferwette · ↗Elfmeter · ↗elfeinhalb · ↗elffach · ↗elfjährig · ↗elfmal · ↗elfmonatlich · ↗elfstöckig
 ·  mit ›elf‹ als Grundform: ↗Elf1 · ↗elfte  ·  formal verwandt mit: ↗Elftel
eWDG, 1967

Bedeutung

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Beispiele:
elf und eins ist zwölf
vor, nach, in elf Tagen
ein Kind von elf Jahren
er ist elf (Jahre alt)
es kostet elf Euro
es ist elf (Uhr)
es schlägt gerade elf
Punkt, Schlag elf (= genau elf Uhr)
die elf Spieler
eine arabische Elf (11)
eine römische Elf (XI)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

elf · elfter · Elf1 · Elfmeter
elf Num. Das Zahlwort ahd. einlif (Anfang 9. Jh.), mhd. einlif, einlef, eilif, eilef, eilf, mnd. el(le)ven, elf, mnl. elf, ellef, nl. elf, aengl. endleofon, -lufon, ellefne, engl. eleven, anord. ellifu, schwed. elva, got. ainlif beruht auf einer Zusammensetzung aus dem unter ↗ein1 (s. d.) behandelten Numerale und einem Element germ. *-lif, *-liƀ- (neben wohl sekundär ablautendem *-luf, *-luƀ-), das auch in ↗zwölf (s. d.) wiederkehrt und unterschiedlich erklärt wird. Man kann Verwandtschaft mit nhd.bleiben (s. d.), got. laiba, ahd. leiba ‘Überbleibsel, Rest’ (um 800), anord. lifa ‘übrig sein’, lifna ‘übrigbleiben’ (zu ie. *leip- ‘kleben’) annehmen. Germ. *ain(a)lif- ist die Zahl, bei der nach dem Zählen bis zehn eins übrigbleibt. In der Bildungsweise vergleichbar ist lit. vienúolika ‘elf’, zu víenas ‘eins’ (vgl. dvý-, trýlika ‘zwölf, dreizehn’ usw.), dessen zweites Element ie. *-liku̯- zur Wurzel ie. *leiku̯- ‘lassen, zurück-, übriglassen’ (s. ↗leihen) gehört. Sommer Zum Zahlwort 62 f. stellt zwischen dem Germ. und Lit. einen unmittelbaren etymologischen Zusammenhang her. Er geht auch für das Germ. von ie. *liku̯- aus und nimmt an, daß in der germ. Grundform von ↗zwölf (s. d.) der Guttural (Labiovelar) des zweiten Wortelements dem Labial des Wortanfangs angeglichen und das so entstandene germ. *-lif, *-liƀ- dann auf die vorangehende Zahl elf übertragen worden sei. elfter Num. Ord. ahd. einlifto (9. Jh.), mhd. einlift, einleft, eilft, asächs. ellifto, mnd. ellevede, el(le)fte. Elf1 f. ‘aus elf Spielern bestehende Mannschaft’; Elfmeter m. ‘vom Elfmeterpunkt ausgeführter Strafstoß beim Fußball’, verkürzt aus Elfmeterball (beide Ende 19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›elf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›elf‹.

Verwendungsbeispiele für ›elf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kurz vor elf Uhr setzten sich beide Züge in Bewegung.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.1999
Von dort fahren sie um elf Uhr zum Großen Stern.
Der Tagesspiegel, 23.03.1999
Es ist am Vormittag des anderen Tages, gegen elf Uhr.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 86
Schon mit elf Jahren gab er seine ersten Lieder heraus.
Stedron, Bohumir: Weinberger. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 33054
Das wußte er nach elf Monaten allerdings nicht mehr auswendig.
Cotton, Jerry [d.i. Hober, Heinz Werner]: Die Killer sind unter uns, Bergisch Gladbach: Bastei [1971] [1956], S. 381
Zitationshilfe
„elf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/elf>, abgerufen am 29.11.2020.

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