Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

emaillieren

Grammatik Verb · emailliert, emaillierte, hat emailliert
Worttrennung email-lie-ren
Wortzerlegung Email -ieren
Wortbildung  mit ›emaillieren‹ als Erstglied: Emaillierofen · Emaillierwerk
Herkunft vgl. gleichbedeutend émaillerfrz
eWDG

Bedeutung

etw. mit Emaille überziehen
Beispiele:
emailliertes Geschirr
ein emaillierter Eimer
emaillierter Schmuck
das Emaillieren von Kochgeschirr
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Emaille · Email · emaillieren
Emaille f. Email n. ‘glasartiger Schmelzüberzug’, mit der Miniaturmalerei um 1700 aus frz. émail m. ‘Schmelzglas, emailliertes Stück’ übernommen. Diesem geht afrz. esmal, auch (mit Suffixwechsel im Anschluß an die Pluralform esmauz) esmail voraus, eine Entlehnung aus dem Germ., wohl aus anfrk. *smalt, das zu dem unter schmelzen1 (s. d. und Schmalz) dargestellten Verb gehört. Im Dt. gilt im 18./19. Jh. zunächst Email n.; im 19. Jh. überwiegt das Fem. Emaille, während das Neutrum zur Gegenwart hin auf den Süden begrenzt wird. emaillieren Vb. ‘mit Emaille versehen’. Vom 16. bis ins 18. Jh. ameliren, amuliren nach älteren frz. Varianten mit a-Anlaut (vgl. nordafrz. asmal, mfrz. amal, mlat. asmaltus); um 1700 dringt unter Einfluß von frz. émailler die Form emaillieren durch.

Thesaurus

Synonymgruppe
emaillieren · glasieren · in Email malen · lackieren

Verwendungsbeispiele für ›emaillieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute hätte ich einen fast neuen Küchenherd kaufen können, weiß emailliert. [Brief von Irene G. an Ernst G. vom 08.01.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Voltaire zog die seine heraus, es war ein entzückendes, winziges Ding, grün und blau emailliert, der goldene Schlüssel baumelte an einem roten Band. [Die Zeit, 20.11.1952, Nr. 47]
Sie sind auch zum Marmeladeoder Geleekochen verwendbar, falls sie emailliert sind. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 177]
Die meist in Silber getriebenen oder gegossenen Anhänger der S.n, mit Devise, Wappen oder Widmung des Stifters versehen, wurden graviert, vergoldet oder emailliert. [o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 36998]
Zitationshilfe
„emaillieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/emaillieren>.

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