enragieren

GrammatikVerb · reflexivenragiert sich, enragierte sich, hat sich enragiert
Aussprache
Worttrennungen-ra-gie-ren
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

sich leidenschaftlich erregen
Beispiel:
veraltendIch pflege mich nie politisch zu enragieren [I. SeidelLabyrinth295]
umgangssprachlich enragiert (= leidenschaftlich)
Grammatik: häufig im Part. Prät.
Beispiele:
er war ein enragierter Spieler, Sammler, Zeitungsleser
seine enragierten Anhänger
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rage · enragieren
Rage f. ‘Wut, Empörung, Aufregung’, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. frz. rage f., auch ‘Raserei, Tollwut’, dies über vlat. *rabia aus lat. rabiēs f. ‘Wut, Tollheit, Ungestüm’. enragieren Vb. ‘sich erregen, sich begeistern, wütend werden’, entlehnt (Anfang 19. Jh.) aus frz. enrager ‘toll, rasend werden’.

Verwendungsbeispiele für ›enragieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünfzehn Jahre später schrieb die SPD-Entwicklungspolitikerin Brigitte Erler enragiert über „Tödliche Hilfe“.
Die Zeit, 27.06.1986, Nr. 27
Der Abschnitt über den Kulturkampf enragiert ihn sogar bis zur Einseitigkeit.
Die Zeit, 14.09.1962, Nr. 37
Deutet der nun einigermaßen enragierte Becker das im Fernseher vorbeirauschende Bild richtig, ist sein Bester „wie ein Strich unterwegs.
Der Tagesspiegel, 20.07.2003
Wen denn willst du, sichtlich enragiert, shampo-, rampo-, wem imponieren?
konkret, 1987
Zitationshilfe
„enragieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/enragieren>, abgerufen am 06.04.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Enquêtekommission
Enquête
Enostose
Enormität
enorm
enragiert
enrollieren
Ens
Ensemble
Ensemblemitglied