Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

enteignen

Grammatik Verb · enteignet, enteignete, hat enteignet
Aussprache 
Worttrennung ent-eig-nen
Wortzerlegung ent- eignen2
Wortbildung  mit ›enteignen‹ als Erstglied: Enteignung
eWDG

Bedeutung

jmdm. durch gesetzlichen Zwang das Eigentum entziehen
Beispiele:
einen Fabrikbesitzer, Gutsbesitzer, Großbauern enteignen
einen Besitz, das Kapital enteignen
der enteignete Boden wird gemeinsam bewirtschaftet
Haben Sie schon mal einen echten Sozialisten gesehen … der dagegen war, daß man was enteignet [ SeghersDie Toten6,178]

Thesaurus

Synonymgruppe
enteignen · in Gemeineigentum überführen · kollektivieren · nationalisieren · sozialisieren · vergesellschaften · verstaatlichen

Typische Verbindungen zu ›enteignen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›enteignen‹.

Verwendungsbeispiele für ›enteignen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn man davon ausgehen muss, dass das private Leben nicht vor den zudringlichen Augen anderer geschützt ist, ist es enteignet. [Die Zeit, 15.01.2001, Nr. 03]
Mit dem Neuen sei man nicht vertraut, vom Alten fühle man sich enteignet. [Die Zeit, 16.08.1991, Nr. 34]
Es geht dabei gar nicht darum, einmal legal erworbenen Besitz wieder zu enteignen. [Die Zeit, 14.06.1968, Nr. 24]
Bei ihm lernte er das altehrwürdige Handwerk, bis der Betrieb in Nordend 1971 enteignet wurde. [Die Welt, 20.12.2002]
Inzwischen wurden aber bereits 67 Kirchen enteignet und 18 Priester verhaftet 22. [o. A.: Die Weltkirche im 20. Jahrhundert. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1979], S. 19319]
Zitationshilfe
„enteignen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/enteignen>.

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