entheiligen

GrammatikVerb · entheiligt, entheiligte, hat entheiligt
Aussprache
Worttrennungent-hei-li-gen
Grundformheiligen
Wortbildung mit ›entheiligen‹ als Erstglied: ↗Entheiligung
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben eine Einrichtung entweihen, die Heiligkeit einer Einrichtung verletzen
Beispiele:
den Sonntag entheiligen
Dem Studenten der Philosophie war nicht unbekannt, durch welche Definition Immanuel Kant die Ehe entheiligt hat [G. Hauptm.3,541]

Thesaurus

Synonymgruppe
entheiligen · ↗profanisieren  ●  ↗entweihen  auch figurativ · in die Niederungen der (Alltäglichkeit) herabziehen  variabel · vom Sockel holen  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mittel Sabbat Zweck

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entheiligen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch dass üble Mittel den scheinbar guten Zweck entheiligen, ist nicht das einzige Problem.
Die Zeit, 13.04.2000, Nr. 16
Auch Sprache und Literatur wurden entheiligt und auf das Niveau der Umgangssprache heruntergezogen.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6246
Dieter Hildebrandt reizt es, die heilige Musik zu entheiligen und Konzertbesucher zum Lachen zu bringen.
Süddeutsche Zeitung, 26.03.1999
Siedler und mit ihnen sympathisierende religiöse Politiker warfen Verteidigungsminister Ben Elieser vor, durch den Einsatz der Soldaten den Sabbat entheiligt zu haben.
Der Tagesspiegel, 21.10.2002
Man kann nicht sagen, dass der Bauherr von Petersburg die Nabelschnur zur Orthodoxie mit der Maurer-Kelle durchtrennt hätte, doch er entheiligte die ideokratische Herkunft.
Die Welt, 26.05.2003
Zitationshilfe
„entheiligen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entheiligen>, abgerufen am 10.12.2019.

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