entindividualisieren

GrammatikVerb
Worttrennungent-in-di-vi-du-ali-sie-ren · ent-in-di-vi-dua-li-sie-ren
Wortzerlegungent-individualisieren
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

alles Individuellen, aller individuellen Züge berauben

Verwendungsbeispiele für ›entindividualisieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der Arbeitsdruck und anderes bewirken, daß vor allem das Sterben im Krankenhaus entindividualisiert wird.
Die Zeit, 11.05.1984, Nr. 20
Das Buch schildert ohne sonderliche Parteilichkeit die innere und äußere Zerrüttung des russischen Bürgertums durch die Revolution; es wird entindividualisiert und proletarisiert.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 104
Die Figuren werden unter dem Pochen einer leisen, unerbittlichen Herzrhythmusstörung gleichsam zerlegt, in ihre Bestandteile zerrieben, entindividualisiert.
Der Tagesspiegel, 30.11.2002
Gänzlich entindividualisiert, zu blasigen Farbflächen reduziert erscheint er auf den Aktbildern von 1930 - bloßes Synonym für Erotik und Naturnähe, den Einfluss des Spätkubismus verratend.
Die Welt, 07.06.2000
Regungslos, entindividualisiert, ohne theatralische Gesten stehen sich Orest und die Schwester gegenüber – alles, was zwischen ihnen geschieht, zeigt sich, erklingt in der Musik.
Süddeutsche Zeitung, 29.10.1997
Zitationshilfe
„entindividualisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entindividualisieren>, abgerufen am 05.04.2020.

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