entlohnen

GrammatikVerb
Nebenform schweizerisch entlöhnen · Verb
Worttrennungent-loh-nen · ent-löh-nen
Wortzerlegungent-lohnen
Wortbildung mit ›entlohnen‹ als Erstglied: ↗Entlohnung · ↗Entlöhnung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. den Lohn für etw. zahlen
Beispiele:
die Arbeiter, Angestellten wurden gut, schlecht, gerecht, hoch, zu niedrig entlohnt
er wurde für diese Arbeit, für seine Aushilfe mit einer Summe von 100 Euro entlohnt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lohn · lohnen · belohnen · entlohnen · Löhnung · löhnen
Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun, schwed. lön, got. laun (germ. *launa-) enthalten ein n-Suffix, das die zugehörigen außergerm. Verwandten nicht aufweisen, vgl. griech. lé͞ia, ion. lēΐē (λεία, ληΐη, aus *λαία) ‘Beute, besonders von geraubtem Vieh, Kriegs-, Jagdbeute’, aslaw. lovъ ‘Jagd’, russ. lov (лов) ‘Fang, Beute, Jagdbeute’ und griech. apolá͞uein (ἀπολαύειν) ‘genießen’, lat. lucrum ‘Gewinn, Vorteil’ (s. ↗lukrativ). Anzuknüpfen ist an eine Wurzel ie. *lā̌u- ‘erbeuten, genießen’. lohnen Vb. ‘bezahlen, vergelten’, ahd. lōnōn (8. Jh.), mhd. lōnen. belohnen Vb. mhd. belōnen. entlohnen Vb. (16. Jh.). Löhnung f. (17. Jh.), Substantivbildung zu heute seltenem löhnen Vb. ‘Lohn geben, auszahlen’, mhd. lœnen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Lohn) ausbezahlen · ↗(Lohn) auszahlen · ↗abgelten · ↗besolden · ↗bezahlen · ↗entgelten · entlohnen · ↗entschädigen · löhnen · ↗vergelten · ↗vergüten  ●  entlöhnen  schweiz.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Rhythmus entlohnt für vieles, das besser ungesagt bliebe, vielleicht sogar ungesungen.
Der Tagesspiegel, 18.09.1997
Entlohnt wurde er, so wurde berichtet, mal mit 140, mal auch nur mit 70 Mark.
Die Zeit, 07.02.1997, Nr. 7
Ich konnte mich mit zahllosen Büchern vergnügen und wurde auch noch großzügig entlohnt.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 90
Wer mehr lernt und mehr leistet als andere, soll auch besser entlohnt werden.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18646
Und ein unerschütterter Wein entlohnt reichlich für den ermunternden Klang des mit Schwung gezogenen Korkens.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 131
Zitationshilfe
„entlohnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entlohnen>, abgerufen am 22.05.2019.

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