Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

entpersönlichen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ent-per-sön-li-chen
Grundformpersönlich
Wortbildung  mit ›entpersönlichen‹ als Erstglied: Entpersönlichung
eWDG

Bedeutung

jmdm. die Persönlichkeitswerte nehmen
Beispiel:
Immer mehr vereinheitlicht und entpersönlicht das technische Zeitalter seinen Bürger zum farblosen Typus [ St. ZweigHeilung340]
entpersönlichtversachlicht
Grammatik: häufig im Partizip II
Beispiel:
In unserer technischen Welt mit ihrer vielfach entpersönlichten, monotonen Arbeit ist es besonders wichtig, daß der Mensch auch andere Seiten seines Wesens entfaltet [ Tageszeitung1955]

Verwendungsbeispiele für ›entpersönlichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei allem Witz wird auch sinnlich spürbar, wie sehr die westliche Neue Musik sich nach 1945 entpersönlicht und aller regionalen Farben entledigt hatte. [Süddeutsche Zeitung, 28.04.2004]
Um 1830 also hat sich Herrschaft scheinbar verflüchtigt und entpersönlicht. [Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000]
Die Großunternehmungen sind eigentumsmäßig entpersönlicht und tragen gewisse anonyme Züge. [Die Zeit, 01.07.1954, Nr. 26]
Die Schneiderei ist bis heute noch ein Gebiet, auf dem die Arbeit nicht entpersönlicht ist. [Die Zeit, 06.11.1952, Nr. 45]
Rotation sei zwar das Gegenteil des Führerprinzips, aber auch sie entpersönliche die Politik. [Die Zeit, 07.12.1984, Nr. 50]
Zitationshilfe
„entpersönlichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entpers%C3%B6nlichen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
entpersonalisieren
entotisch
entoptisch
entopisch
entomogam
entpflichten
entpoetisieren
entpolitisieren
entpressen
entprivatisieren