entpersönlichen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungent-per-sön-li-chen
Grundformpersönlich
Wortbildung mit ›entpersönlichen‹ als Erstglied: ↗Entpersönlichung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. die Persönlichkeitswerte nehmen
Beispiel:
Immer mehr vereinheitlicht und entpersönlicht das technische Zeitalter seinen Bürger zum farblosen Typus [St. ZweigHeilung340]
entpersönlichtversachlicht
Grammatik: häufig im Part. Prät.
Beispiel:
In unserer technischen Welt mit ihrer vielfach entpersönlichten, monotonen Arbeit ist es besonders wichtig, daß der Mensch auch andere Seiten seines Wesens entfaltet [Tageszeitung1955]

Verwendungsbeispiele für ›entpersönlichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei allem Witz wird auch sinnlich spürbar, wie sehr die westliche Neue Musik sich nach 1945 entpersönlicht und aller regionalen Farben entledigt hatte.
Süddeutsche Zeitung, 28.04.2004
Um 1830 also hat sich Herrschaft scheinbar verflüchtigt und entpersönlicht.
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000
Die Großunternehmungen sind eigentumsmäßig entpersönlicht und tragen gewisse anonyme Züge.
Die Zeit, 01.07.1954, Nr. 26
Die Schneiderei ist bis heute noch ein Gebiet, auf dem die Arbeit nicht entpersönlicht ist.
Die Zeit, 06.11.1952, Nr. 45
Erst in diesem Jahrhundert wurde der einst als Sensenmann personifizierte Tod gleichsam aus Begegnungsängsten entpersönlicht.
Die Welt, 14.09.2000
Zitationshilfe
„entpersönlichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entpers%C3%B6nlichen>, abgerufen am 06.04.2020.

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