Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

entquellen

Grammatik Verb · entquillt, entquoll, ist entquollen
Aussprache 
Worttrennung ent-quel-len
Grundformquellen1
eWDG

Bedeutung

gehoben aus etw. herausströmen
Beispiele:
Tränen entquollen ihren Augen
langgezogene Töne entquellen ihrer Kehle
ein Lavastrom entquoll dem Berg
das rohe Erdöl, so wie es der Erde entquillt [ Urania1963]
Entquoll den Lippen / Von selber nicht das rechte Wort [ Hofmannsth.Bergwerk254]

Typische Verbindungen zu ›entquellen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entquellen‹.

Verwendungsbeispiele für ›entquellen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es entquoll der Zerstörung, furchtbar in ihrer scheinbar irrsinnigen Zwecklosigkeit. [Süddeutsche Zeitung, 24.12.2001]
Den Tiefen entquillt kristallene Klarheit, vom Himmel träufelt der heilige Tau. [o. A.: Germanische Osterfeier von den "Sieben Steinhäusern" bei Fallingbostel, 16.04.1933]
Er suchte den schönen Leib und den gesunden Eros, aber das Fleisch entquoll ihm so oft zur ungezügelten Masse. [Die Zeit, 02.03.1992, Nr. 09]
Ja, alle Begriffe als solche entquellen dem Intellekte selbst, die Sinne sind nur Gelegenheitsursachen der Entwicklung der Begriffe im Bewußtsein. [Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 12814]
In den „Sieben Todsünden“ klingt das Sentiment wieder gepreßt, es entquillt einer zugeschnürten Kehle. [Die Zeit, 24.02.1958, Nr. 08]
Zitationshilfe
„entquellen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entquellen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
entqualifizieren
entpuppen
entproblematisieren
entprivatisieren
entpressen
entraffen
entrahmen
entrappen
entraten
entrauchen