entquellen

GrammatikVerb · entquillt, entquoll, ist entquollen
Aussprache
Worttrennungent-quel-len
Grundformquellen1
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben aus etw. herausströmen
Beispiele:
Tränen entquollen ihren Augen
langgezogene Töne entquellen ihrer Kehle
ein Lavastrom entquoll dem Berg
das rohe Erdöl, so wie es der Erde entquillt [Urania1963]
Entquoll den Lippen / Von selber nicht das rechte Wort [Hofmannsth.Bergwerk254]

Typische Verbindungen zu ›entquellen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entquellen‹.

Verwendungsbeispiele für ›entquellen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es entquoll der Zerstörung, furchtbar in ihrer scheinbar irrsinnigen Zwecklosigkeit.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2001
Den Tiefen entquillt kristallene Klarheit, vom Himmel träufelt der heilige Tau.
o. A.: Germanische Osterfeier von den "Sieben Steinhäusern" bei Fallingbostel, 16.04.1933
Er suchte den schönen Leib und den gesunden Eros, aber das Fleisch entquoll ihm so oft zur ungezügelten Masse.
Die Zeit, 02.03.1992, Nr. 09
Ja, alle Begriffe als solche entquellen dem Intellekte selbst, die Sinne sind nur Gelegenheitsursachen der Entwicklung der Begriffe im Bewußtsein.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 12814
Zweiwertige Kationen wirken infolge ihrer doppelten Ladung auf die Plasmaproteine stärker entladend und somit stärker entquellend als einwertige Ionen.
Nultsch, Wilhelm: Allgemeine Botanik, Stuttgart: Thieme 1986 [1964], S. 35
Zitationshilfe
„entquellen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entquellen>, abgerufen am 06.04.2020.

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