entraffen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungent-raf-fen
Grundformraffen
eWDG, 1967

Bedeutung

dichterisch jmdm. etw., jmdn. plötzlich wegnehmen, entreißen
Beispiele:
Als ihm aber Weib und Kinder entrafft waren, als er ohne Halt und Stütze ... allein auf Erden stand [Th. Mann9,120]
Doch furchtbar wird die Himmelskraft, / Wenn sie der Fessel sich entrafft [SchillerGlocke]

Verwendungsbeispiel für ›entraffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es den Menschen zu entraffen, muß noch viel unnatürlicher erscheinen.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Zitationshilfe
„entraffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entraffen>, abgerufen am 06.04.2020.

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