entrieren

GrammatikVerb · entrierte, hat entriert
Aussprache
Worttrennungen-trie-ren · ent-rie-ren
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend etw. einleiten, arrangieren
Beispiele:
ein Fest entrieren
wenn jemand ein schlechtes Geschäft entrieren will, so geht ihm der boshafte Zufall gern an die Hand [St. ZweigBalzac100]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann macht sich die Wanze des Reichtums auf und entriert, mit der Miene des Reichen, halb gesellschaftlich, scheinbar zum Privatvergnügen, ein Geschäft.
Tucholsky, Kurt: Am Rande des Reichtums. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929]
Moser behauptete, der Zeuge habe große Glücksspiele in seiner Wohnung entriert und unsaubere Wechselgeschäfte mit jungen Offizieren in Hannover gemacht.
Friedländer, Hugo: Ein Presse-Skandal. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 28937
Zur selben Zeit entrierte Graf Godoitis die Staatsbesuche der Prinzessin, mit der evidenten Absicht, einen Kernpunct unseres Programms für sich zu buchen.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 282
Sie waren statt dessen alle fasziniert von dem Zehn-Millionen-Geschäft des Labour-Abgeordneten Silvermann, das er für den konservativen Textilindustriellen Burdaly mit Rot-China entriert hatte.
Die Zeit, 17.04.1952, Nr. 16
Zitationshilfe
„entrieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entrieren>, abgerufen am 16.10.2019.

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