entrollen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ent-rol-len
Grundform rollen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben etw. auseinanderrollen, rollend auseinanderfalten
Beispiele:
eine Fahne, Tapetenrolle, einen Stoffballen, Teppich entrollen
ich wartete einen Augenblick, bis das Transparent ganz entrollt war [ BöllWort51]
2.
übertragen etw. entwickelnd darlegen, etw. entfalten
Beispiele:
gehobenin seinem Aufsatz entrollte er ein (vielseitiges) Bild aus der Kulturgeschichte seines Landes
gehobendie Funde entrollen uns ein Bild von der Lebensweise der ältesten Bewohner dieser Gegend
papierdeutschneue Perspektiven, große Pläne entrollen
papierdeutscher entrollte mehrere Möglichkeiten, die neuen Arbeitsmethoden einzuführen

Typische Verbindungen zu ›entrollen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entrollen‹.

Verwendungsbeispiele für ›entrollen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er entrollte ein großes Foto einer hübschen, jungen, blonden Frau.
Bild, 03.07.2004
Die Prinzessin, die dem Baum am nächsten saß, entrollte es.
Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 93
Nach dem Sieg hat ihr Team im Stadion ein Transparent entrollt.
Süddeutsche Zeitung, 19.07.1994
Ich gebe zu, daß die Verhandlung ein schauderhaftes Bild entrollt hat.
Friedländer, Hugo: Die unglücklichen Ehen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 25868
Vor allem ist hierzu von ihm eine ausführliche Entstehungsgeschichte verfaßt und dabei der politische Hintergrund meisterhaft entrollt worden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 925
Zitationshilfe
„entrollen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entrollen>, abgerufen am 21.09.2020.

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