entsühnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungent-süh-nen
Wortbildung mit ›entsühnen‹ als Erstglied: ↗Entsühnung
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben jmdn., sich von Sünde, Schuld befreien
Beispiele:
Der Gott selber hatte Rache an ihm genommen und ihn entsühnt [Feuchtw.Jefta351]
durch welche Buße und durch welch gewaltigen Beitrag zum Glück der Menschheit wird es [dieses Land] sich entsühnen können von so riesiger Schande [K. MannMephisto212]

Verwendungsbeispiele für ›entsühnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was geschehen ist, kann nicht entsühnt werden, schon gar nicht von einem Kind.
Die Zeit, 01.05.1987, Nr. 19
Wenn eine Gestalt dies befleckte Jahrhundert entsühnen könnte, so wäre es die des Dichters Hugo von Hofmannsthal.
Die Zeit, 12.08.1954, Nr. 32
Assad, begnadigt, aber nicht entsühnt, geht verbannt in die Wüste.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29196
P. floh nach Phthia, wo er von Eurytos entsühnt wurde und dessen Tochter Antigone zur Frau bekam.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 18616
Zitationshilfe
„entsühnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ents%C3%BChnen>, abgerufen am 06.04.2020.

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