entsinken

GrammatikVerb · entsinkt, entsank, ist entsunken
Aussprache
Worttrennungent-sin-ken
Grundformsinken
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben etw. entsinkt jmdm.etw. sinkt jmdm. aus den Händen
Beispiel:
ihm, seinen Händen entsank das Schwert, Gewehr, Beil, der Bleistift
übertragen
Beispiele:
plötzlich entsank ihm der Mut
dies alles war dem Sterbenden entsunken (= aus dem Gedächtnis gesunken, in Vergessenheit gesunken)
nun ist er vermauert, und plötzlich entsinkt ihnen das Herz [Th. MannJoseph5,553]

Verwendungsbeispiele für ›entsinken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach 99 Tagen schon entsank das Szepter seiner kraftlosen Hand.
Berliner Illustrirte Zeitung, 01.01.1901
Was unserer schwach gewordenen Hand entsunken ist, das hat der Staat aufgegriffen und hantiert nun damit herum.
Die Zeit, 15.11.1951, Nr. 46
Seine Laute entsinken nicht in das platte Unvermögen des Sprechens.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.1994
Dann entsank unter verträumtem Murren und sanftem Geseufze das vierschrötige Ungetüm wieder in wohlige Hitze und säuselndes Behagen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 428
Während der Arbeit an mehreren Operetten entsank dem rastlos Tätigen die Feder.
Orel, Alfred: Hellmesberger (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 35684
Zitationshilfe
„entsinken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entsinken>, abgerufen am 07.04.2020.

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