Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

entsinken

Grammatik Verb · entsinkt, entsank, ist entsunken
Aussprache 
Worttrennung ent-sin-ken
Grundformsinken
eWDG

Bedeutung

gehoben etw. entsinkt jmdm.etw. sinkt jmdm. aus den Händen
Beispiel:
ihm, seinen Händen entsank das Schwert, Gewehr, Beil, der Bleistift
übertragen
Beispiele:
plötzlich entsank ihm der Mut
dies alles war dem Sterbenden entsunken (= aus dem Gedächtnis gesunken, in Vergessenheit gesunken)
nun ist er vermauert, und plötzlich entsinkt ihnen das Herz [ Th. MannJoseph5,553]

Verwendungsbeispiele für ›entsinken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach 99 Tagen schon entsank das Szepter seiner kraftlosen Hand. [Berliner Illustrirte Zeitung, 01.01.1901]
Was unserer schwach gewordenen Hand entsunken ist, das hat der Staat aufgegriffen und hantiert nun damit herum. [Die Zeit, 15.11.1951, Nr. 46]
Seine Laute entsinken nicht in das platte Unvermögen des Sprechens. [Süddeutsche Zeitung, 08.10.1994]
Dann entsank unter verträumtem Murren und sanftem Geseufze das vierschrötige Ungetüm wieder in wohlige Hitze und säuselndes Behagen. [Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 428]
Während der Arbeit an mehreren Operetten entsank dem rastlos Tätigen die Feder. [Orel, Alfred: Hellmesberger (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 35684]
Zitationshilfe
„entsinken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entsinken>.

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