entsorgen
GrammatikVerb · entsorgte, hat entsorgt
Worttrennungent-sor-gen
Wortzerlegungent-sorgen
Wortbildung mit ›entsorgen‹ als Erstglied: ↗Entsorger · ↗Entsorgung
DWDS, 2017

Bedeutungsgeschichte

Ein ältere Form von entsorgen mit der Bedeutung ‘von Sorge befreien’ ist als Ableitung vom Substantiv Sorge im Mittelhochdeutschen sowie etwas häufiger im 17. Jh. bezeugt. Danach veraltet dieser Wortgebrauch, und es finden sich dafür nur noch vereinzelt Belege. Ein jüngere Form von entsorgen als verwaltungssprachliche Gegenbildung zu versorgen oder besorgen kommt in der 2. Hälfte des 20. Jhs. zunächst mit der Bedeutung ‘von Abfallstoffen befreien’ in Gebrauch. Seit den 1970er Jahren lässt sich die weitere Bedeutung ‘Abfallstoffe beseitigen’ nachweisen, die heute am geläufigsten ist. An sie knüpfen seit den 1980er Jahren auf andere Gegenstandsbereiche übertragene Verwendungsweisen an, insbesondere mit belebten und abstrakten Nomen in Objektposition. Weitere Informationen zur Bedeutungsentwicklung von entsorgen finden sich im Blog Zentrum Sprache der BBAW.
DWDS-Vollartikel, 2017

Bedeutungen

1.
(besonders) Verwaltungssprache Abfall beseitigen; von Abfall befreien
a)
jmd. entsorgt etw.Müll, Abfallstoffe, Abwasser o. Ä. (umweltgerecht) beseitigen (und der Verwertung zuführen)
Beispiele:
Ein gebrauchtes Handy gehört auf keinen Fall in den Hausmüll, sondern sollte beim Wertstoff- beziehungsweise Recyclinghof entsorgt werden. [Spiegel, 23.03.2015 (online)]
Auch bei der Mülltrennung sind die Deutschen konsequent: 97 Prozent der Befragten entsorgen Papier und Pappe getrennt vom Restmüll, auch Gläser und Glasflaschen […] sowie Batterien […] werden in den entsprechenden Containern und Sammelbehältern entsorgt. [Die Welt, 09.08.2016]
Mit dem flächendeckenden Rüchnahmesystem […] soll es […] dem Verbraucher so einfach wie möglich gemacht werden, seine Altmedikamente sicher und umweltgerecht zu entsorgen. [Der Standard, 13.08.2015]
Die EU-Staaten wollen in Zukunft mehr Elektroschrott als bisher entsorgen und wiederverwerten. Die Umweltminister einigten sich darauf, dass in vier Jahren 45 Prozent aller Altgeräte wie Fernseher, Handys und Küchengeräte zurückgenommen und recycelt werden müssen […]. [Die Welt, 16.03.2011]
Verläuft in der Straße ein Kanal, werden die Hauseigentümer aufgefordert, ihren Haushalt anzuschließen. Wollen sie das nicht, müssen sie belegen, daß ihr Abwasser umweltschonend entsorgt wird und nicht im Boden versickert. [Bild, 02.11.2004]
Dies alles [giftige Klärschlämme und Filterrückstände] muß »entsorgt« werden, wie das Vergraben und Verbrennen des Abfallberges verharmlosend genannt wird. Für Christoph Ewen vom Darmstädter Öko-Institut ist schon der Begriff ein reiner Euphemismus, denn viele Schadstoffe, so der Öko-Experte, können gar nicht endgültig beseitigt werden. [Die Zeit, 28.10.1988, Nr. 44]
Die AKW-Betreibergesellschaften schlugen […] zwei Fliegen mit einer Klappe: Millionenbeträge wurden eingespart und der hochradioaktive Atommüll konnte »problemlos« entsorgt werden. [die tageszeitung, 22.12.1987]
Für die Lagerung dieser [beim Bau eines Atommülllagers anfallenden] Stoffe bietet die Entsorgungsfirma Alternativen […]. Überdies seien […] rund 300000 Kubikmeter Schlamm, 100000 Kubikmeter Bauschutt und etwa 200000 Kubikmeter Müll zu entsorgen. [Der Spiegel, 12.02.1979, Nr. 7]
Kollokationen:
mit Adverbialbestimmung: etw. umweltgerecht, umweltfreundlich, fachgerecht, ordnungsgemäß, illegal, kostengünstig, kostenlos entsorgen
mit Akkusativobjekt: Abfälle, Abwasser, Verpackungen, Altpapier, Altöl, den Müll, Atommüll, Giftmüll, Hausmüll, Sperrmüll entsorgen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: etw. auf Deponien, in der Müllverbrennungsanlage, auf einer Müllkippe, auf Sondermülldeponien, auf den Recyclinghöfen entsorgen; etw. im, über den Hausmüll, in einer Mülltonne, in der, über die Biotonne, in der Gelben Tonne, in der Toilette entsorgen; etw. wird von der Müllabfuhr, von einer Spezialfirma entsorgt
in Koordination: etw. entsorgen und verwerten, recyceln, aufbereiten, kompostieren, zwischenlagern; etw. einsammeln, abholen, zurücknehmen, demontieren, abpumpen und entsorgen
mit Aktivsubjekt: die Stadtreinigung entsorgt etw.; Bürger entsorgen etw.
mit vergleichender Wort-/Nominalgruppe: etw. als Sondermüll entsorgen
b)
seltener jmd. entsorgt jmdn., etw., sichjmdn., ein (Wohn-)Gebiet, eine technische Anlage von Müll, Abfallstoffen, Abwasser o. Ä. befreien
Beispiele:
[…] der Kreis Storman zählt 223000 Einwohner, zu entsorgen sind dort 83000 Grundstücke mit 110000 Behältern für Haus- und Biomüll. [Die Welt, 10.02.2006]
[…] auch wenn künftig in den Glascontainern und gelben Säcken 15 bis 20 Prozent weniger Abfall landet, […] sind der Lizenzgeber [des Mülltrennungssystems] und seine Partner weiter verpflichtet, Deutschlands Haushalte flächendeckend zu entsorgen. [Der Tagesspiegel, 06.01.2003]
Die [kleine Müllverbrennungs-]Anlage benötige keine teure Rauchgasreinigungsanlage, wie sie sich bislang nur für große Anlagen lohnt, die ein Gebiet mit einer Million oder mehr Einwohnern entsorgten. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.1994]
Laut Greenpeace wurden noch 1988 nur knapp 58 Prozent der Haushalte überhaupt über Kläranlagen entsorgt. [die tageszeitung, 28.02.1990]
Die Städte und die Industrie »entsorgen« sich vorzugsweise über die Luft, die Flüsse, die Küstengewässer und schlecht organisierte Müllkippen mit sehr mangelhaften Kontrollen giftiger und unhygienischer Substanzen. [Die Zeit, 05.12.1986, Nr. 50]
Jedes Energieerzeugungssystem, das versorgt wird, muß auch entsorgt werden. Bei den fast zweihundert Kernkraftwerken, die heute auf der Erde in Betrieb sind, werden die verbrauchten Brennelemente aus den Reaktoren entnommen und in Wasserbecken gelagert […]. [Die Zeit, 11.11.1977, Nr. 46]
[…] die Tölzer wissen einen Platz […], der sich vorzüglich für eine zentrale Müllhalde eignet. Und wenn nicht, müsse man […] die Möglichkeit für eine noch größere Verbrennungsanlage prüfen, die Weilheim und Garmisch-Partenkirchen gleich mit entsorgt. [Die Zeit, 23.03.1973, Nr. 13]
»Ein kanalisierter Einwohner« ist ein Bürger, der voll be- und entwässert ist. Wird er auch noch regelmäßig »entsorgt«, dann ist er an die Müllabfuhr angeschlossen. [Der Sprachdienst, Bd. 10-11, 1966, S. 158]
2.
übertragen ausgehend von Lesart 1 a
a)
jmd. entsorgt etw. (meist) abwertend als entbehrlich, unzweckmäßig, störend erachtete abstrakte Inhalte bzw. ideelle Werte abschaffen, aufgeben, aus der gesellschaftlichen Praxis, dem öffentlichen Diskurs o. Ä. entfernen, loswerden
Beim metaphorischen Gebrauch von entsorgen mit Bezug auf abstrakte Sachverhalte charakterisiert in der Regel ein Sprecher/Schreiber aus der Perspektive außenstehender Dritter eine Handlung, durch die jmd. abstrakte Inhalte bzw. ideelle Werte abschafft oder aufgibt; dabei drückt der Sprecher/Schreiber seine kritisch-distanzierte Einstellung gegenüber den so Handelnden aus, seltener auch eine abwertende, geringschätzige Einstellung gegenüber den jeweils aufgegebenen Inhalten oder Werten.
Beispiele:
Verpackungsverordnung: Politiker entsorgen Reformentwurf. [Die Welt, 25.10.2007]
[…] es ist nicht anzunehmen, dass auch nur ein einziger [US-] Demokrat sich auf die Gegenseite [der Republikaner] schlägt, um wesentliche Elemente von Obamacare [einem Gesetz zur Krankenversicherung] zu entsorgen oder zu verändern. [Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2017]
Die Konservativen nehmen es Merkel übel, dass sie das traditionelle Familienbild eiskalt entsorgt hat. [Der Spiegel, 09.06.2008, Nr. 24]
Hätte die Regierung den Bürokratie-Abbau in der Vergangenheit ernst genommen, hätte sie das »Mindestarbeitsbedingungengesetz« längst entsorgen müssen. [Süddeutsche Zeitung, 12.01.2008]
Mit den beliebig zitierbaren Schlagwörtern von »Multikulturalität« und »Ideologie« wird das sinnvolle, gegebenenfalls auch schmerzliche Bedenken unvermittelter Kulturwidersprüche bequem […] entsorgt. [Der Standard, 09.05.2005]
Hastig haben die Bündnisgrünen ihre alten Feindbilder entsorgt. Das erste Parteiprogramm von 1980, das die »reine Profitgier« geißelte und die »Großkonzerne in überschaubare Betriebe entflechten« wollte, besitzt nur noch Erinnerungswert. [Der Spiegel, 27.02.1995, Nr. 9]
Zu diesem Zweck [der Identitätsstiftung] bedienen sie [bestimmte Historiker] sich eines Tricks, indem sie dem entscheidenden Bezugspunkt unserer demokratischen Verfassungsordnung, dem Nationalsozialismus, die Einzigartigkeit absprechen, ihn mit anderen totalitären Systemen wie denen Stalins oder Pol Pots in Vergleich setzen und auf diese Weise die deutsche Vergangenheit »entsorgen«. [Die Zeit, 26.09.1986, Nr. 40]
Kollokation:
mit Akkusativobjekt: die deutsche Vergangenheit, die Geschichte entsorgen
b)
jmd. entsorgt jmdn. abwertend, (meist) verächtlich eine nicht mehr erwünschte Person von ihrer bisherigen Funktion entbinden und in ein anderes Amt versetzen oder an einem anderen (Arbeits-)Ort unterbringen
Der metaphorische Gebrauch von entsorgen mit Bezug auf Menschen ist in meinungsäußernden Zeitungstexten geläufig. In der überwiegenden Zahl dieser Fälle charakterisiert ein Sprecher/Schreiber aus der Perspektive außenstehender Dritter einen Sachverhalt bzw. eine Handlung, bei denen eine Institutionen, eine politische Gruppierung oder Ähnliche eine wenig oder nicht mehr erwünschte Person, insbesondere einen Amts- oder Funktionsträger, in ein anderes, meist unwichtigeres Amt versetzt oder an einem anderem, meist weniger bedeutenden (Arbeits-)Ort unterbringt; dabei drückt der Sprecher/Schreiber seine kritisch-distanzierte Einstellung gegenüber den so Handelnden und/oder eine abwertende, geringschätzige Einstellung gegenüber dem jeweils Betroffenen aus.
Beispiele:
Merkel, so sehen es politische Beobachter, hat [den aus dem Amt geschiedenen Ministerpräsidenten] Oettinger zur EU-Kommission nach Brüssel entsorgt. [Die Welt, 28.06.2011]
Der neue Chef Bilal Eksi soll […] Turkish Airlines wieder zu alter Größe verhelfen. […] Den alten Chef Temel Kotil hat [Präsident] Erdogan entsorgt. [Spiegel, 10.11.2016 (online)]
Mit der neuen Zusammensetzung des Verwaltungsrats reagiert der Konzern laut Pressemitteilung auf den raschen technischen Wandel […]. Weniger verblümt heißt das: Ältere Herren […] werden in ein Berater-Gremium entsorgt und müssen im Verwaltungsrat jüngeren Kräften weichen, die mehr von digitalem Marketing und E-Commerce verstehen. [Süddeutsche Zeitung, 05.11.2016]
Erfolglose Politiker werden jetzt nicht erst nach der Wahl entsorgt, sondern schon vorher. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.09.1999]
Neue [Fußball-]Spieler werden von Sponsoren teuer, aber wahllos verpflichtet und wieder entsorgt (= entlassen), wenn der gewünschte Erfolg nicht alsbald eintritt. [die tageszeitung, 16.12.1994]
[…] Politiker oder solche, die kaltgestellt oder recycelt werden sollen, werden von den Parteien nach Straßburg entsorgt. [die tageszeitung, 27.11.1993]
Der Hörfunk-Bürokrat und Fernseh-Laie wurde Chef der beiden wichtigsten ARD-Sendungen »Tagesschau« und »Tagesthemen«, weil er […] beim Kieler NDR keine Zukunft mehr hatte und irgendwo entsorgt werden mußte. [Der Spiegel, 13.11.1989] ironisch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sorge · sorgen · besorgen · besorgt · Besorgnis · entsorgen · entsorgen · versorgen · Vorsorge · Fürsorge · Fürsorgerin · sorglich · sorgsam · sorgfältig · Sorgfalt · sorgenfrei · sorgenvoll
Sorge f. ‘Befürchtung, Unruhe, Kummer, Bemühung um Abhilfe, Fürsorge’, ahd. sorga (8. Jh.), sworga (9. Jh.), mhd. sorge ‘Besorgnis, Kummer, Furcht, Gefahr’, asächs. sorga, mnd. sorge, mnl. sorghe, surghe, nl. zorg, afries. sorge, aengl. sorh, sorg, engl. sorrow, anord. schwed. sorg, got. saúrga (germ. *surgō). Herkunft ungewiß. Falls w in ahd. sworga (Tatian, Otfrid, germ. *swurgō) und sworgēn (s. unten) als ursprünglich anzusehen ist (mit nachfolgendem Ausfall vor o), ist eine Verbindung mit aind. sū́rkṣati ‘kümmert sich um’ möglich und ie. *su̯ergh- ‘sorgen, sich worum kümmern’ ansetzbar. Ist dieses w hingegen sekundär, kann auch air. serg ‘Krankheit’, lit. sir̃gti ‘krank sein’, russ.-kslaw. sragъ ‘furchtbar drohend’, russ. (älter) soróga (сорога) ‘mürrischer, schwer zugänglicher Mensch’ verglichen werden, so daß von ie. *sergh- ‘sorgen, sich worum kümmern, krank sein’ ausgegangen werden kann. Nimmt man an, daß su̯- und s- im Anlaut wechseln, so lassen sich alle Formen vereinigen unter einem gemeinsamen Bedeutungskern ‘körperliche oder seelische Gedrücktheit, mürrisches Wesen, auch infolge von Krankheit’. Mayrhofer 3, 495 möchte dagegen die germ. Formen und das aind. Verb mit lit. sérgėti ‘behüten, bewahren’ verbinden unter einem Ansatz ie. *serəgh-, *sṝgh-, was freilich voraussetzen würde, daß germ. w sekundär ist. Zugrunde läge dann die Wurzel ie. *ser- bzw. *ser(ə)- ‘sorgend Obacht geben, schützen, bewahren’, vgl. awest. har- ‘achthaben, wachen über, behüten’, lat. servāre ‘bewahren, unversehrt erhalten’. Im Germ. entwickelt Sorge die Bedeutungen ‘Furcht vor Bedrohung’ und ‘Bemühung um Beseitigung der Bedrohungen’. sorgen Vb. ‘sich in Befürchtungen quälen, sich kümmern um’, ahd. sorgēn (8. Jh.), sworgēn (9. Jh.), mhd. mnd. sorgen, asächs. sorgon, mnl. sorghen, surghen, nl. zorgen, aengl. sorgian, engl. to sorrow, anord. syrgja, schwed. sörja, got. saúrgan. besorgen Vb. ‘sich um etw. oder jmdn. kümmern, betreuen, beschaffen’, ahd. bisorgēn, -sworgēn (9. Jh.), mhd. besorgen ‘befürchten, sorgen für, versorgen mit, beschützen vor etw.’; besorgt Part.adj. ‘ängstlich, vorsorglich’, mhd. besorget. Besorgnis f. ‘Befürchtung’, spätmhd. besorgnis ‘Sorge, Befürchtung, Fürsorge’. Abgeleitet vom Substantiv Sorge entsorgen Vb. ‘von Sorgen befreien’, mhd. entsorgen; als Gegenbildung zu be-, versorgen entsorgen Vb. ‘Abfall, Müll beseitigen’ (2. Hälfte 20. Jh.). versorgen Vb. ‘jmdn. betreuen, etw. beschaffen’, mhd. versorgen ‘aufhören zu sorgen, sicherstellen, besorgen’, bis ins 17. Jh. auch ‘zuviel sorgen’; vgl. ahd. forasorgēn ‘ein Amt ausüben, Verwaltertätigkeit leisten’ (9. Jh.), Übersetzung von lat. prōcūrāre ‘für etw. Sorge tragen’. Vorsorge f. ‘auf Zukünftiges gerichtete Bemühung’ (16. Jh.). Fürsorge f. ‘das Sichkümmern um jmdn. oder etw., Unterstützung, Beistand’ (auch in staatlich organisierter Form), mhd. vürsorge ‘sich auf die Zukunft erstreckende Besorgnis’. Fürsorgerin f. ‘wer (berufsmäßig) Fürsorge leistet’ (Anfang 19. Jh.); vgl. älteres Fürsorger m. ‘wer für eine Sache (auch für deren Vorhandensein) Sorge trägt’ (16. Jh.). sorglich Adj. ‘Sorge tragend, Beistand leistend, sich kümmernd, achtsam’, ahd. sorglīh, sworglīh (9. Jh.), mhd. sorc-, sorgelich ‘Sorge erregend, gefährlich, bedenklich, bekümmert, ängstlich’. sorgsam Adj. ‘achtsam, vorsichtig, genau, fleißig’, ahd. sorgsam ‘wachsam, argwöhnisch’ (9. Jh.), mhd. sorc-, sorgesam ‘Sorge erregend, empfindend, tragend’. sorgfältig Adj. ‘achtsam, vorsichtig, genau’, mhd. sorc-, sorgeveltic ‘sorgend, besorgt, bekümmert, Besorgnis erregend, gefährlich’; Sorgfalt f. ‘Achtsamkeit, Vorsichtigkeit, Genauigkeit, Verantwortungsbewußtheit’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Adjektiv. sorgenfrei Adj. ‘ohne Sorgen, frei von Kummer, unbeschwert’ (17. Jh.), vgl. mhd. der sorgen vrī. sorgenvoll Adj. ‘bedrückt von Sorgen, Befürchtungen, Kummer’ (17. Jh.); vgl. ahd. sorgfol (9. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beseitigen · ↗entfernen · ↗verklappen · ↗vernichten
Synonymgruppe
ausmustern · ↗ausrangieren · ↗aussortieren · ↗fortwerfen · in den Müll geben · ↗verschrotten · zum Alteisen werfen  ●  ↗wegwerfen  Hauptform · fortschmeißen  ugs. · in die Tonne kloppen  derb · in die Tonne treten  ugs. · ↗loswerden  ugs. · ↗wegschmeißen  ugs. · ↗wegtun  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausschalten · ↗beiseiteschaffen · ↗beseitigen · ↗eliminieren · ↗entfernen · ↗fortschaffen · unschädlich machen · ↗wegschaffen  ●  ↗(sich einer Sache) entledigen  geh. · aus dem Weg räumen  ugs. · aus dem Weg schaffen  ugs. · ↗loswerden  ugs.
Oberbegriffe
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfall Abwasser Altautos Altlasten Altpapier Altöl Atommüll Bauschutt Biotonne Deponie Giftmüll Hausmüll Jagdpächter Kadaver Klärschlamm Müll Mülleimer Mülltonne Müllverbrennungsanlage Restmüll Sondermüll Sperrmüll Stadtreinigung Tonnen Unrat Verpackungen fachgerecht ordnungsgemäß umweltgerecht verwertet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›entsorgen‹.

Zitationshilfe
„entsorgen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entsorgen>, abgerufen am 20.11.2017.

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