entstofflichen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungent-stoff-li-chen
Grundformstofflich
Wortbildung mit ›entstofflichen‹ als Erstglied: ↗Entstofflichung
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben etw. vom Stofflichen, Irdischen frei machen
Beispiele:
die Welt entstofflichen
Der Physiker Einstein ... hatte das Weltbild verändert und entstofflicht [A. ZweigErziehung299]
sich entstofflichen
Beispiel:
Ferneres Gebirge wollte sich in einer Art von durchsichtigem Dämmern verfärben und entstofflichen [Th. MannJoseph3,382]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Almosenbettler waren die Galionsfiguren der Dunkelheit, fast zu Gleichnissen entstofflicht.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 86
Die digitale Technologie entstofflicht Produkte und Prozesse, bewirkt die Einsparung von Material und Energie und verschiebt den Schwerpunkt menschlicher Tätigkeit von der Stoffbearbeitung zur Dienstleistung.
Die Zeit, 20.11.2000, Nr. 47
Ursprünglich hatte der 1967 geborene Künstler einen lebensgroßen Lippizaner aus Acrylglas vorgesehen, nach intensiven Diskussionen wurde der Gaul jedoch verkleinert und gleichsam entstofflicht.
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2003
Gewand und Körper werden entstofflicht, die Gestalt überlängt, der Raum in der glühenden und transparenten Farbigkeit aufgesogen.
Löhneysen, W. von: Greco. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16763
Zitationshilfe
„entstofflichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entstofflichen>, abgerufen am 18.06.2019.

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