entstofflichen

Grammatik Verb · entstofflicht, entstofflichte, hat entstofflicht
Aussprache  [ɛntˈʃtɔflɪçn̩]
Worttrennung ent-stoff-li-chen
formal verwandt mit stofflich
Wortbildung  mit ›entstofflichen‹ als Erstglied: Entstofflichung
Wahrig und ZDL

Bedeutung

jmd., etw. entstofflicht etw., sich
Beispiele:
Die digitale Technologie entstofflicht Produkte und Prozesse, bewirkt die Einsparung von Material und Energie und verschiebt den Schwerpunkt menschlicher Tätigkeit von der Stoffbearbeitung zur Dienstleistung. [Zwischen Kulturkritik und Technikwahn, 16.11.2000, aufgerufen am 18.11.2020]
Wir entstofflichen den Begriff Geld, weil es ohne Bargeld nichts mehr gibt, was man als Zahlungsmittel anfassen kann. [Neue Westfälische, 23.05.2020]
Erstmals Gast in der Sammlung [Freiburger Kunstraum] ist Anne Sterzbach, die in ihrem Abteil sparsame Markierungen anbringt – das Element der Zeichnung entschieden entstofflicht oder behutsam materialisiert. [Badische Zeitung, 16.03.2006]
Das Licht [auf den Bildern] scheint die Frauen zu durchdringen, sie zu entstofflichen, umgeben von den hellen Ockertönen der Wüste. [Saarbrücker Zeitung, 15.10.1998]
übertragen Im Land, in dem aus dem Papyrus das Papier wurde [in Ägypten], entstofflichte sich das gedruckte Medium zu sakralem Weihrauch, und die großen Chefredakteure entrückten zu Hohepriestern. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2005]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„entstofflichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/entstofflichen>, abgerufen am 17.09.2021.

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