Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

epigonenhaft

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung epi-go-nen-haft
Wortzerlegung Epigone -haft
Herkunft Griechisch
eWDG

Bedeutung

unschöpferisch, nachahmend
Beispiel:
ein epigonenhaftes Zeitalter

Thesaurus

Synonymgruppe
epigonal · epigonenhaft · nachahmend · nicht eigenständig · nicht kreativ · unschöpferisch  ●  eklektisch  geh. · in der Manier von  geh. · schon dagewesen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›epigonenhaft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Insgesamt hat die bildende Kunst in Polen epigonenhafte Züge, und auch in der jüngsten, dynamischen Entwicklung sind oft die westlichen Vorbilder deutlich erkennbar. [Die Zeit, 10.06.1960, Nr. 24]
Seine ernste Musik erreichte nicht die gleiche Popularität und wurde oft als altmodisch und epigonenhaft kritisiert. [Arnold, Denis: Collins. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 18867]
Nicht nur die eigene Handschrift wird neutralisiert, es gibt auch keine epigonenhafte Handschrift mehr. [Der Tagesspiegel, 28.02.2000]
Hier wird weder die Flamme epigonenhaft umschritten, noch unnötige Polemik geübt. [Der Tagesspiegel, 04.12.1998]
Das wird insbesondere an den epigonenhaften Gestalten des Idealismus sichtbar, etwa an der neukantianischen Kritik der Philosophie des Lebens und der Existenzphilosophie. [Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 318]
Zitationshilfe
„epigonenhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/epigonenhaft>.

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