epochemachend

Alternative SchreibungEpoche machend
GrammatikAdjektiv
Worttrennungepo-che-ma-chend ● Epo-che ma-chend (computergeneriert)
WortzerlegungEpochemachend
Rechtschreibregeln§ 36 (2.1)
eWDG, 1967

Bedeutung

aufsehenerregend
Beispiele:
ein epochemachendes Werk, Ereignis
eine epochemachende Erfindung
dieser Künstler war eine epochemachende Erscheinung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Epoche · epochemachend · epochal
Epoche f. ‘Zeitabschnitt’. Mlat. epocha, griech. epochḗ (ἐποχή) ‘fester Zeitpunkt, nach dem die Zeit berechnet wird’, eigentlich ‘das An-, Zurückhalten, Hemmung, Unterbrechung, Halte-, Fixpunkt’, zu griech. epéchein (ἐπέχειν) ‘auf etw. zuhalten, an-, innehalten, verweilen’, wird im 17. Jh. ins Dt. entlehnt, zunächst in lat. Form Epocha, unter Einfluß von frz. époque auch Epoca, Epocke. Das Substantiv bezeichnet jedoch im Dt. wie im modernen Frz. (im Unterschied zum Griech. und Mlat.) den ‘Zeitraum bedeutender historischer Ereignisse’. Nur in der festen Verbindung Epoche machen (18. Jh.), die frz. faire époque übersetzt, ist die im Frz. des 17./18. Jhs. geläufige Bedeutung ‘Zeitpunkt, an dem Bemerkenswertes geschieht (und in dem daher der Beginn eines neues Zeitabschnitts gesehen werden kann)’ noch zu erkennen; hierzu epochemachend Part.adj. ‘eine neue Epoche einleitend, bemerkenswert’ (18. Jh.). epochal Adj. ‘bedeutend’, latinisierende Ableitung des 20. Jhs.

Thesaurus

Synonymgruppe
bahnbrechend · ↗epochal · epochemachend · ↗revolutionär · ↗stilbildend · ↗umwälzend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abhandlung Aufsatz Ausstellung Bedeutung Buch Entdeckung Ereignis Erfindung Hauptwerk Neuerung Neuheit Schrift Tat Werk

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›epochemachend‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im sonst so zurückhaltenden Auswärtigen Amt spricht man denn auch von einem „epochemachenden“ Ereignis.
Die Zeit, 19.10.1979, Nr. 43
Hier will man ein epochemachendes, denkwürdiges Ereignis für künftige Generationen festhalten.
Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 383
Nichts kann aber eigentlich, wenn man die gesamte Stellung dieser epochemachenden Philosophen näher betrachtet, irriger sein als dieser Ausdruck.
Wundt, Wilhelm: Erlebtes und Erkanntes. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 2083
Auch das neue Vierpfennigstück erscheint uns durchaus nicht als eine epochemachende Tat.
Braunschweiger Tages-Zeitung, 05.01.1932
Man bedenke, wie jedes unsrer epochemachenden Werke der Poesie, der Politik, der Wissenschaft eine ganze Literatur von Erklärungen hervorgerufen hat, mit sehr zweifelhaftem Erfolge dazu.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 417
Zitationshilfe
„epochemachend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/epochemachend>, abgerufen am 19.04.2019.

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