Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

erbetteln

Grammatik Verb · erbettelt, erbettelte, hat erbettelt
Aussprache 
Worttrennung er-bet-teln
Wortzerlegung er- betteln
eWDG

Bedeutungen

1.
durch Betteln Almosen erwerben
Beispiele:
ein Stück Brot, ein Kleidungsstück erbetteln
sich [Dativ] auf der Straße, von Haus zu Haus milde Gaben erbetteln
2.
etw. durch wiederholtes inständiges Bitten erhalten, erreichen
Beispiele:
die Erlaubnis, Genehmigung für etw. bei den Eltern erbetteln
das Kind hat sich [Dativ] die Erfüllung dieses Wunsches von der Mutter erbettelt

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) erfragen · (um etwas) ansuchen · betteln (um) · erbetteln · fordern · fragen (nach)  ●  bitten (um)  Hauptform · heischen  veraltet · (jemanden um / wegen etwas) anhauen  ugs., salopp · (jemanden um etwas) angehen  geh. · (jemanden) ersuchen (zu)  geh. · (sich etwas) erbitten  geh. · einkommen (um)  geh., altertümelnd

Typische Verbindungen zu ›erbetteln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erbetteln‹.

Verwendungsbeispiele für ›erbetteln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach ein paar Stunden wird die Frau genug erbettelt haben. [Bild, 12.08.2003]
Da schenkte er ihr ein wenig Geld von dem, was er erbettelt hatte. [Der Tagesspiegel, 20.09.2002]
Manchmal erbettelte ich mir die paar Kreuzer von einer Schwester meiner Mutter. [Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1279]
Es sind vor allem Frauen, viele haben ihre Männer im Bürgerkrieg verloren, sie erbetteln sich das Essen. [Die Zeit, 28.02.2011, Nr. 09]
Mit überschäumender Fabulierlust erbettelte er sich oft mehr, als er brauchen konnte. [Die Zeit, 19.06.1981, Nr. 26]
Zitationshilfe
„erbetteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erbetteln>.

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