erbitten

Grammatik Verb · erbittet, erbat, hat erbeten
Worttrennung er-bit-ten
Wortzerlegung er-bitten
Wortbildung  formal verwandt mit: ↗unerbittlich
eWDG

Bedeutungen

1.
gehoben etw. durch Bitten zu erreichen suchen, um etw. bitten
Beispiele:
jmds. Verzeihung, Gunst erbitten
Gottes Segen erbitten
ich erbat mir seine Hilfe, seinen Rat
wir erbitten auch weiterhin Ihre Mitarbeit
sofortige Antwort, Benachrichtigung erbeten
Bildzuschrift erbeten
als sie den Fahrschein löste und eine Auskunft erbat [ MusilMann983]
2.
sich erbitten lassensich durch Bitten bewegen lassen, etw. zu tun
Beispiele:
sie ließ sich nicht erbitten mitzukommen
Scheinbar widerwillig und doch gern ließ er sich erbitten, auch die Spule einzurichten [ FedererBerge87]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausbitten · erbitten · ↗fordern · ↗verlangen
Unterbegriffe
  • ein Anliegen haben · einen Wunsch haben  ●  etwas auf dem Herzen haben  ugs.
Assoziationen
  • (inständig) verlangen nach · (jemandem) steht der Sinn nach · (sich) sehnen nach · ...närrisch · Lust haben (auf) · aus sein auf · ↗begehren · begehrlich nach · begierig auf · besessen von · brennen auf · ↗ersehnen · fiebern nach · ↗gieren (nach) · ↗herbeisehnen · ↗herbeiwünschen · kaum erwarten können · nicht warten können auf · schmachten nach · sehnlichst begehren · sehnlichst vermissen · spitzen auf · süchtig nach · unbedingt haben wollen · vergehen nach · verrückt nach · versessen auf · vor Lust (auf etwas) vergehen · vor Verlangen (nach etwas) vergehen  ●  (sehr) verlangen nach  Hauptform · hinter etwas her (sein) wie der Teufel hinter der armen Seele  sprichwörtlich · hungern nach  fig. · ↗(einen) Gieper (haben) auf  ugs. · (einen) Jieper haben (auf)  ugs., norddeutsch · (ganz) wild auf (etwas)  ugs. · (jemandem) (das) Wasser im Mund zusammenlaufen (beim Gedanken an)  ugs. · (jemanden) gelüsten nach  geh. · (sehr) hinter (etwas) her sein  ugs. · (sich die) Finger lecken nach  ugs., fig. · (sich) alle zehn Finger lecken (nach)  ugs., fig. · (sich) verzehren nach  geh. · begehren nach  geh. · dürsten nach  geh., poetisch, fig. · erpicht auf  geh., veraltend · geil auf (etwas)  ugs. · giepern nach  ugs., regional · heiß auf (etwas)  ugs. · jiepern nach  ugs., regional · lange Zähne kriegen  ugs., selten · ↗lechzen (nach)  geh. · scharf auf (etwas)  ugs. · spitz sein auf  ugs. · verrückt auf (etwas)  ugs. · ↗verschmachten (nach)  geh.
  • mögen (fälschlich "möchten") · ↗wollen · ↗wünschen
  • (es gibt) (viel) Beifall für · (gut) angenommen werden · Anklang finden (bei) · Beifall finden · Zuspruch erfahren · Zuspruch finden · Zustimmung finden · akzeptiert werden · auf Gegenliebe stoßen · auf Resonanz stoßen (bei) · auf Sympathie stoßen · auf Zustimmung treffen · begrüßt werden · freundlich aufgenommen werden · positiv aufgenommen werden  ●  auf fruchtbaren Boden fallen (Vorschlag, Idee)  fig. · gut ankommen (bei)  ugs.
Synonymgruppe
(ein) Anliegen haben · (ein) Anliegen vortragen · (irgendwo) vorsprechen (wegen) · (sich) wenden an (in einer Angelegenheit) · erbitten · vorstellig werden (bei jemandem in einer Angelegenheit)
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) erfragen · ↗(um etwas) ansuchen · ↗betteln (um) · ↗erbetteln · ↗fordern · ↗fragen (nach)  ●  bitten (um)  Hauptform · ↗heischen  veraltet · ↗(jemanden um / wegen etwas) anhauen  ugs., salopp · ↗(jemanden um etwas) angehen  geh. · (jemanden) ersuchen (zu)  geh. · (sich etwas) erbitten  geh. · ↗einkommen (um)  geh., altertümelnd
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›erbitten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erbitten‹.

Verwendungsbeispiele für ›erbitten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daher hat er sich erbeten, seinen echten Namen hier nicht zu nennen.
Die Zeit, 21.05.2008, Nr. 22
So bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Käse von sich selber zu erbitten.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 304
Ich erbitte dazu vor allem in ehrlicher Zusammenarbeit die Unterstützung von Ihnen allen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1963]
Für diese Übergangszeit müßte ich mir ohnehin laufend Ihre eigenen Entscheidungen erbitten.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 168
Aber hier bitte ich, das von mir erbetene Verständnis zu zeigen.
o. A.: Einhundertsiebzehnter Tag. Dienstag, 30. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19383
Zitationshilfe
„erbitten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erbitten>, abgerufen am 18.04.2021.

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