erbrausen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-brau-sen
Wortzerlegunger-brausen

Bedeutungsübersicht+

  1. [gehoben] ...
    1. a) brausend ertönen
    2. b) hörbar schäumen
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben
a)
brausend ertönen
Beispiele:
mächtig erbrauste die Orgel
ein vielstimmiger Gesang erbrauste über den Platz
b)
hörbar schäumen
Beispiele:
der Sturm ließ das Meer erbrausen
Der Damm zerreißt, das Feld erbraust, / Die Fluten spülen, die Fläche saust [GoetheJohanna Sebus]

Verwendungsbeispiele für ›erbrausen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Chorbericht "Vom Tao", welches alle widerstreitenden Kräfte versöhnt, ließ sogar die Funkorgel erbrausen.
Die Welt, 22.10.2002
Da, mit einem Male erklangen sanfte Kirchenglocken aus weiter Ferne, und als diese schwiegen, erbrauste die Orgel mit Macht.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 17748
Am Samstagabend erbrauste ein Lied, das praktisch genauso klang wie Abbas Waterloo.
Süddeutsche Zeitung, 31.05.1999
Stürme werden erbrausen und sie wird einen Fiaker erhalten mit elektrischem Lichte an der Wagendeichsel, vielleicht sogar einen Self-Motor mit Benzin!
Altenberg, Peter: Was der Tag mir zuträgt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 719
Unwillkürlich beginnt Primus ganz leise den Kuhreigen zu singen, bald summen die anderen mit, und schließlich erbraust das verbotene Lied im vollen Chor.
Fath, Rolf: Werke - K. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9310
Zitationshilfe
„erbrausen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erbrausen>, abgerufen am 07.04.2020.

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