Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

erdenken

Grammatik Verb · erdenkt, erdachte, hat erdacht
Aussprache 
Worttrennung er-den-ken
Wortzerlegung er- denken
Wortbildung  mit ›erdenken‹ als Erstglied: erdenkbar
eWDG

Bedeutung

etw. ersinnen, ausdenken
Beispiel:
Welche phantastische Lösung wird Balzac dafür erdenken [ St. ZweigBalzac287]
Grammatik: meist im Partizip II
Beispiele:
der von ihm erdachte Plan
es war nur eine erdachte Geschichte
sie hatte eine kleine Überraschung, List erdacht
Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht [ BürgerKaiser u. Abt]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausdenken · (sich) einfallen lassen · Ideen entwickeln (zu) · ausklügeln · ausknobeln · austüfteln · erdenken  ●  ausbrüten  ugs., fig. · ausklamüsern  ugs., norddeutsch · ersinnen  geh.

Typische Verbindungen zu ›erdenken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erdenken‹.

Verwendungsbeispiele für ›erdenken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein einziger vernünftiger Satz ist schwerer erdacht als eine ganze widersinnige Rede. [Kant, Hermann: Die Aula, Berlin: Rütten & Loening 1965, S. 465]
Sie ist erdacht, wie nur je Musik erdacht worden ist. [Dammann, Rolf u. Preußner, Eberhard: Aufklärung. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 3801]
Das genügt den Theoretikern jedoch, sich vier Arten von schwarzen Löchern zu erdenken. [Die Zeit, 27.08.1971, Nr. 35]
Zu oft hat man dergleichen schon gesehen, zu stereotyp ist alles erdacht. [Süddeutsche Zeitung, 30.07.1997]
Gut erdacht, sie bissen jedoch nicht oder nur selten hinein. [Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 104]
Zitationshilfe
„erdenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erdenken>.

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