erdhaft

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungerd-haft
WortzerlegungErde-haft
eWDG, 1967

Bedeutung

dichterisch fest mit der Erde verwurzelt und daher von schwerer, beständiger Art
Beispiel:
Wenn sie auf ihren Wanderungen im Wald stehenblieb ... konnte es geschehen, daß sie in erdhaft dumpfer Zufriedenheit das Empfinden hatte, selbst ein Bestandteil des Waldes zu sein [L. Frank2,245]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Farbe

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erdhaft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die erdhafte Philosophie des Kádár-Regimes, daß zufriedene Bürger gute Bürger seien, gehört zu den Begründungen.
Die Zeit, 08.01.1979, Nr. 02
Tatsächlich sprechen vornehmlich Kraft und Stärke archaischer, erdhafter Vorgänge aus seinen Bildern.
Der Tagesspiegel, 04.10.1999
Er ist anstrengend, erdhaft und handfest und riecht nach Schweiß, Blut und Opferrauch.
Die Welt, 19.10.1999
Wer sich Clark Terry, den Herrn über alle zerknautschten Töne mit und ohne Dämpfer, zum Vorbild nimmt, kommt nicht los von dem erdhafteren, sprechenderen Klang.
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2000
Auch der erste Gegensatz wird von hemmender Chromatik durchsetzt; das Thema wird erdhaft schwer, von Schwerpunktpausen zerklüftet.
Müller-Blattau, Joseph: Fuge. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 18641
Zitationshilfe
„erdhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erdhaft>, abgerufen am 17.11.2019.

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