erdulden
GrammatikVerb · erduldete, hat erduldet
Aussprache
Worttrennunger-dul-den
Ableitung vondulden
Wortbildung mit ›erdulden‹ als Erstglied: ↗Erduldung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. geduldig ertragen, aushalten
Beispiele:
das Unrecht, Leid, den Schmerz still erdulden
sie hat dieses schwere Schicksal jahrelang erduldet
die Gefangenen mussten Erniedrigungen, Misshandlungen erdulden

Thesaurus

Synonymgruppe
dulden · ↗durchlaufen · ↗durchmachen · ↗erleiden · ↗ertragen · ↗zulassen · über sich ergehen lassen
Assoziationen
Synonymgruppe
jemandem trotzen · tapfer ertragen
Synonymgruppe
(einer Sache) standhalten · ↗aushalten · ↗ausstehen · ↗durchstehen · ↗ertragen  ●  ↗verkraften  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) auf sich nehmen · (etwas) in Kauf nehmen · ↗(freiwillig) erdulden · ↗(sich) (etwas) zumuten
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beleidigungen Demütigungen Entbehrungen Erniedrigungen Folter Fremdherrschaft Gefangenschaft Grausamkeiten Leid Leiden Marter Martyrium Mißhandlung Mißhandlungen Prozedur Qualen Repressalien Schikanen Schmach Schmerzen Schmähungen Spott Strapazen Unannehmlichkeiten Ungerechtigkeit Wartezeiten jahrzehntelang klaglos passiv schweigend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erdulden‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was muss der Vater erdulden, wenn die Tochter infiziert ist?
Die Zeit, 31.05.2008 (online)
Sie dürfen mehr als andere, müssen aber auch mehr erdulden.
Süddeutsche Zeitung, 29.10.2004
Eine ähnliche Zerstörung hat ein großes Kulturvolk niemals zu erdulden gehabt.
o. A.: 1948. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 19885
Wir waren alle sehr schwach; wir hatten schwer zu arbeiten, wenig zu essen und alle Arten von Mißhandlungen zu erdulden.
o. A.: Fünfundvierzigster Tag. Dienstag, 29. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21294
Vom Schicksal geschlagen, verachtet und mißhandelt, hat es unter ihnen gelebt und geduldig wie ein Lamm sich zur Schlachtbank führen lassen, den schimpflichsten Tod erduldet.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23554
Zitationshilfe
„erdulden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erdulden>, abgerufen am 29.06.2017.

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