ereignen

GrammatikVerb · reflexiv
Aussprache
Worttrennunger-eig-nen
Wortbildung mit ›ereignen‹ als Erstglied: ↗Ereignis
eWDG, 1967

Bedeutung

sich begeben, sich zutragen, vor sich gehen
Beispiele:
in seiner Abwesenheit hatte sich nichts Besonderes, Außergewöhnliches ereignet
das Unglück, der Unfall, Zwischenfall ereignete sich, als ...
da ereignete es sich, dass ...
wann, wo soll sich der Vorfall ereignet haben?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ereignen · Ereignis
ereignen Vb. reflexiv ‘geschehen, vorkommen, sich zutragen’. Ahd. irougen (8. Jh.; zu ahd. ouga, s. ↗Auge), mhd. erougen, -öugen, frühnhd. eräugen ‘vor Augen stellen, zeigen’ entwickelt die Nebenform frühnhd. eräugnen, die bei landschaftlicher Entrundung ereignen ergibt und sich im 18. Jh. (irrtümlich an ↗eignen, s. d., angelehnt) durchsetzt. Nach anfangs (ahd. mhd.) transitivem und später reflexivem Gebrauch entwickelt sich die Bedeutung von ‘(sich) zeigen’ zu ‘sich begeben, vor sich gehen’. Ereignis n. ‘Geschehnis, Vorkommnis’ (2. Hälfte 18. Jh.). Voran gehen Ereignuss (16. Jh.), Eräugnung (bis 18. Jh.), Ereignung (17. Jh.); ahd. irougnissa (8. Jh.), irougnessī (9. Jh.) ‘das Zeigen’ bleibt ohne Nachfolge.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausprägen · ↗(sich) einstellen · ↗(sich) entwickeln · (sich) ereignen · ↗aufkommen · ↗auftreten · ↗ausbrechen · ↗einsetzen · ↗eintreten · ↗entstehen · kommen zu (es) · ↗vorfallen
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) abspielen · (sich) ereignen · ↗(sich) zutragen · ↗ergehen · ↗geschehen · kommen zu (es) · nicht ausbleiben · ↗passieren · ↗vorfallen  ●  ↗erfolgen  förmlich · (sich) begeben (es)  geh. · ↗(sich) tun  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschlag Attentat Autobahn Beben Bluttat Detonation Drama Erdbeben Explosion Katastrophe Nähe Ortschaft Ortszeit Polizeiangabe Provinz Störfall Tat Todesfall Tragödie Uhr Unfall Unglück Verkehrsunfall Vorfall Wunder Zusammenstoß Zwischenfall abend bereits Überfall

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ereignen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ähnliche Verbrechen ereigneten sich in den vergangenen Jahren überall im Land.
Die Welt, 27.08.2005
Die Tat ereignete sich gegen 15 Uhr 50, auf einer belebten Straße.
Der Tagesspiegel, 28.03.1999
Bei dem Ben hatten sich auch allerlei unverständliche Dinge ereignet.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 151
Bezüglich der militärischen Lage hat sich damals nichts ereignet, inzwischen hat sich überhaupt keine politische Spannung bemerkbar gemacht, also nicht direkt mit der militärischen Lage.
o. A.: Einhundertvierundsechzigster Tag. Mittwoch, 26. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11693
Es ereignet sich überhaupt nichts den ganzen Monat, das ganze Jahr.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 69
Zitationshilfe
„ereignen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ereignen>, abgerufen am 11.12.2019.

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