erfühlen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-füh-len (computergeneriert)
Grundformfühlen
Wortbildung mit ›erfühlen‹ als Erstglied: ↗Erfühlung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. mit dem Gefühl erfassen
Beispiele:
die Situation, Zusammenhänge dumpf, unbewusst erfühlen
Er [der Schauspieler] müsse alle Affekte ... zuerst einmal ganz tief erlebt und erfühlt haben [WildenhainSchauspieler48]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Körper Stimmung begreifen erfahren ertasten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erfühlen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So bat ich diverse Künstler, mir zu helfen, den richtigen Stil zu erfühlen.
Die Zeit, 27.06.2011, Nr. 26
In diesen ersten zwei Minuten des Films meint man bereits, die Stadt zu riechen, ihre Atmosphäre zu erfühlen.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2003
Bald erfühlte er mit den Fingerspitzen einen Stiefel und weiterhin ein Bein.
Kafka, Franz: Amerika. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 8641
Hans Ochsner schlug den Arm um ihre Schulter und drückte sie an sich, daß sie die Augen schloß, noch einmal den starken Mann zu erfühlen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 210
Die gute Tänzerin wird sich bemühen, auch der mangelhaften Führung möglichst anmutig nachzugehen, auch unvorschriftsmäßige Drehungen, Wendungen, Figuren sofort zu erfassen, gewissermaßen zu erfühlen.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 203
Zitationshilfe
„erfühlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erfühlen>, abgerufen am 20.04.2019.

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