erhandeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunger-han-deln
Grundformhandeln1
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. durch Handeln, Feilschen erwerben
Beispiele:
ein Paar Schuhe, eine Kuh erhandeln
etw. für Geld, gegen etw. anderes erhandeln
um weiter südlich an der Küste von den Eingeborenen Pelze zu erhandeln [Bergengr.Pelageja9]
übertragen
Beispiele:
sich [Dativ] ein Vorrecht erhandeln
wenn einer eine böse und widerwärtige Frau erhandelt hat [G. Keller6,286]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und natürlich erhandelte man sich mit der Forderung nach mehr Freiheit die totale Kontrolle.
konkret, 1984
Der Friede muss erhandelt werden, wenn er seinen Namen verdienen soll.
Süddeutsche Zeitung, 24.07.2004
Auch der Atompazifismus als das moralisch-politische Minimum wird nicht erhandelt, berechnet und abgewogen.
konkret, 1983
Kurz vor Weihnachten erhandelte ich mir zwei weitere Wochen Krankschreibung.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 975
Eva erhandelte von der Witwe Ernst Kreidl die Tabakerbschaft gegen einen Friedenskleiderstoff.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 111
Zitationshilfe
„erhandeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erhandeln>, abgerufen am 20.02.2019.

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