erhoffen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-hof-fen
Wortzerlegung er-hoffen
eWDG

Bedeutung

etw. hoffend erwarten
Beispiele:
von jmdm. Geschenke, ein Erbteil erhoffen
viel vom Leben, eine goldene Zukunft erhoffen
der erhoffte Sieg, Erfolg blieb leider aus
ich erhoffe mir von dem Fest ein großes Vergnügen
sich [Dativ] vom Leben nichts mehr, noch alles erhoffen
Sie hatte geboren, und alles schien seinen erhofften Gang zu nehmen [ HagelstangeSpielball17]

Thesaurus

Synonymgruppe
der Hoffnung sein · ↗dürsten · erhoffen · ↗erwarten
Synonymgruppe
(eine) Hoffnung hegen · (einen) Wunsch haben · (er)hoffen · (etwas) erhoffen · (sich) Hoffnungen machen (auf) · (sich) erwünschen · ↗(sich) wünschen · ↗erträumen · ↗herbeiwünschen  ●  ↗träumen (von)  fig. · (einen) Wunsch hegen  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (seine) Hoffnung knüpfen (an) · (seine) Hoffnung setzen (auf)
  • (es) bleibt zu hoffen, dass · ich hoffe, dass · ↗inschallah · so Gott will · wir (wollen) hoffen, dass  ●  ↗hoffentlich  Hauptform · hoffen wir mal (dass)  ugs. · ich hoffe mal (dass)  ugs.
  • (etwas tun) mit dem Hintergedanken, dass · (sich) Chancen ausrechnen (auf) · (sich) erhoffen · ↗setzen (auf) · ↗spekulieren (auf)
  • (sich etwas) zu Kopf steigen lassen · (sich) Illusionen machen · (sich) falsche Hoffnungen machen (auf) · Illusionen haben · Rosinen im Kopf haben · in der Illusion leben, dass
Synonymgruppe
(etwas tun) mit dem Hintergedanken, dass · (sich) Chancen ausrechnen (auf) · (sich) erhoffen · ↗setzen (auf) · ↗spekulieren (auf)
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (eine) Hoffnung hegen · (einen) Wunsch haben · (er)hoffen · (etwas) erhoffen · (sich) Hoffnungen machen (auf) · (sich) erwünschen · ↗(sich) wünschen · ↗erträumen · ↗herbeiwünschen  ●  ↗träumen (von)  fig. · (einen) Wunsch hegen  geh.
  • (auf etwas) aus sein · (die) Absicht hegen (etwas zu tun) · (etwas) in den Blick nehmen · (sich etwas) fest vornehmen · (sich etwas) in den Kopf setzen · (sich etwas) zum Programm gemacht haben · (sich etwas) zum Ziel setzen · (sich) konzentrieren (auf) · ↗(zu tun) gedenken · ↗abzielen (auf) · alles tun, um zu · ↗anpeilen · ↗anstreben · ↗anvisieren · ↗beabsichtigen · ↗bezwecken · darauf aus sein (zu + Infinitiv) · das Ziel verfolgen (zu) · ↗erstreben · es abgesehen haben auf · es anlegen auf · gewillt sein (zu + Infinitiv) · ↗hinarbeiten (auf) · im Sinn(e) haben · ↗intendieren · ringen um · streben nach · ↗vorhaben  ●  ↗(erreichen) wollen  Hauptform · (etwas) im Schilde führen  negativ · (sich etwas) auf die Fahnen geschrieben haben  fig. · ↗abstellen (auf)  geh. · hinter etwas her sein  ugs. · ↗sinnen (auf)  geh., veraltend · ↗trachten (nach)  geh., veraltend · willens sein  geh.
  • auf etwas spekulieren · eingestellt sein (auf) · ↗entgegensehen · ↗erwarten · mit etwas rechnen
  • (etwas) erwarten · eingestellt sein (auf) · gefasst sein (auf) · vorbereitet sein (auf)  ●  ↗rechnen (mit)  Hauptform · (...) kann kommen  ugs. · (einer Sache) gewärtig sein  geh., veraltend · (etwas) auf dem Zettel haben  ugs., salopp · auf der Rechnung haben  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›erhoffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erhoffen‹.

Verwendungsbeispiele für ›erhoffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Davon erhofft sich die Bank zusätzliche Einsparungen in Höhe von 700 Millionen Euro.
Der Tagesspiegel, 27.09.2002
Empirische Arbeiten ohne Mut zur Theorie sind wissenschaftlichen Vergleichen wenig förderlich, und gerade die muss man sich von der Forschung der nächsten Jahre erhoffen.
Süddeutsche Zeitung, 27.05.2002
Nein, nein, von dort hattet Ihr damals nichts zu erhoffen.
o. A.: Kundgebung in Prachatitz: Feierliche Eingliederung des Böhmerwaldgebietes in den Gau "Bayerische Ostmark" der NSDAP, 22.01.1939
Aber ich erhoffte es mir immer ihm zuliebe, daß er sich besinnen würde, wer er sei und wer ich sei!
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 9245
Meist wird er es aber doch ahnen oder mindestens recht sehnlich erhoffen.
Rafaeli, Max u. Le Mang, Erwin: Ueber die Liebe. In: Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg o.J. 1933 [1927], S. 116
Zitationshilfe
„erhoffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erhoffen>, abgerufen am 26.02.2021.

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