erjagen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung er-ja-gen
Wortzerlegung er-jagen

Bedeutungsübersicht+

  1. etw. durch Jagen erbeuten
    1. [bildlich] ...
    2. [übertragen] etw. durch eifrige Bemühungen erwerben
eWDG

Bedeutung

etw. durch Jagen erbeuten
Beispiel:
dieses Tier erjagt seine Beute hauptsächlich im Wasser
bildlich
Beispiel:
mit der Kamera seltene Schnappschüsse, Aufnahmen erjagen
übertragen etw. durch eifrige Bemühungen erwerben
Beispiele:
jmd. will das Glück, großen Reichtum erjagen
Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen [ GoetheFaustI 534]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) (ungerechtfertigterweise) aneignen · ↗(sich) einverleiben · (ungerechtfertigterweise) in seinen Besitz bringen · an sich bringen · an sich nehmen · ↗einheimsen · ↗erbeuten · erjagen · zugespielt bekommen  ●  ↗(sich) zueignen  juristisch · ↗kapern  fig. · (sich an etwas) gesund stoßen  ugs. · (sich) an Land ziehen  ugs. · ↗(sich) grabschen  ugs. · ↗(sich) greifen  ugs. · ↗(sich) gönnen  ugs. · ↗(sich) krallen  ugs. · (sich) reinpfeifen  ugs. · ↗(sich) reinziehen  ugs. · ↗(sich) schnappen  ugs. · (sich) unter den Nagel reißen  ugs. · ↗abgreifen  ugs. · ↗absahnen  ugs. · ↗abstauben (u.a. Sport)  ugs. · ↗einsacken  ugs. · ↗einstreichen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›erjagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›erjagen‹.

Verwendungsbeispiele für ›erjagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Wild braucht diesmal nicht erjagt zu werden, am Buffet gibt es genug zu essen für alle.
Süddeutsche Zeitung, 12.06.2004
Wir hatten also nicht nötig, uns den Braten erst hier an Ort und Stelle mühsam zu erjagen.
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 153
Man trifft sie häufig an und kann sie an den gelbgrauen seitlichen Farbbändern verhältnismäßig leicht erkennen, aber um so schwerer erjagen.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 47
Nilsson ist bekannt dafür, dass er praktisch alles aus der Region bezieht, wenn er es nicht sogar selbst erjagt, fischt oder sammelt.
Die Zeit, 27.03.2013, Nr. 11
Der alte Fischer, sehr arm und glücklos, erjagt endlich weit draußen einen Riesenfisch.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1954. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1954], S. 441
Zitationshilfe
„erjagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erjagen>, abgerufen am 16.01.2021.

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