Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

erkühnen

Grammatik Verb · reflexiv
Aussprache 
Worttrennung er-küh-nen
Grundformkühn
eWDG

Bedeutung

gehoben etw. Gefährliches kühn wagen
Beispiele:
er erkühnte sich, den Gefürchteten anzureden, danach zu fragen
du hättest dich nie erkühnt, das Zimmer zu betreten
wie er es sich vorzustellen niemals erkühnt hatte [ Th. MannBuddenbrooks1,551]
veraltet
Grammatik: mit Genitiv
Beispiel:
nur Graf Leicester durfte sich / An diesem Hofe solcher Tat erkühnen [ SchillerStuartIV 6]

Verwendungsbeispiele für ›erkühnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie hatten sie sich nur erkühnen können, in aller Öffentlichkeit über Verbrechen der Stalinzeit zu sprechen? [Die Zeit, 21.11.1969, Nr. 47]
Alsdann erkühnte ich mich, Nase an Nase, in ihrem Augapfel zu suchen. [Die Zeit, 20.11.1958, Nr. 47]
Daß auch westdeutsche Kritiker sich gelegentlich erkühnen, von ihren Büchern Notiz zu nehmen? [Die Zeit, 23.05.1975, Nr. 22]
Und die Deutschen erkühnten sich, mit der Bagdadbahn in den Nahen Osten vorzustoßen. [Die Zeit, 10.06.1998, Nr. 25]
Als wir den Schneeball auf einen entsprechenden Umfang herangewälzt hatten, erkühnte ich mich, den ersten Gesamtentwurf niederzulegen. [Die Zeit, 06.03.1952, Nr. 10]
Zitationshilfe
„erkühnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erk%C3%BChnen>.

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