erkühnen

GrammatikVerb · reflexiv
Aussprache
Worttrennunger-küh-nen
Grundformkühn
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben etw. Gefährliches kühn wagen
Beispiele:
er erkühnte sich, den Gefürchteten anzureden, danach zu fragen
du hättest dich nie erkühnt, das Zimmer zu betreten
wie er es sich vorzustellen niemals erkühnt hatte [Th. MannBuddenbrooks1,551]
veraltet
Grammatik: mit Gen.
Beispiel:
nur Graf Leicester durfte sich / An diesem Hofe solcher Tat erkühnen [SchillerStuartIV 6]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie hatten sie sich nur erkühnen können, in aller Öffentlichkeit über Verbrechen der Stalinzeit zu sprechen?
Die Zeit, 21.11.1969, Nr. 47
Nur wirkliche Meister des Steingartenbaues mögen sich erkühnen, ab und zu einen besonders schönen und geeigneten Stein, seiner geologischen Eigenheit entsprechend, aufrecht stehend zu verwenden.
Schacht, Wilhelm: Der Steingarten und seine Welt, Ludwigsburg: Ulmer 1953, S. 11
Als die Gäste versammelt waren, äußerte Brummell sein Erstaunen darüber, dass der Gastgeber sich erkühnt hatte, mit am Tisch Platz zu nehmen.
Süddeutsche Zeitung, 06.11.2002
Er habe sich erkühnt, anläßlich der Kapitulation des Herzogs von Aosta zu behaupten, daß niemand eine so rasche Entwicklung in Abessinien für möglich gehalten habe.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1941]
Aber auch John Major und Margaret Thatcher standen zu ihm und so erkühnte sich Hague, ihn als "Mann der Rechtschaffenheit und Integrität" zu preisen.
Die Welt, 23.11.1999
Zitationshilfe
„erkühnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/erkühnen>, abgerufen am 15.11.2019.

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